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Bahnverkehr im Land ab Juni wieder auf Normalmaß

dpa/lsw Stuttgart. Nach der coronabedingten Ausdünnung des Fahrplans im März fahren die Bahnunternehmen im Land ihr Angebot wieder auf das Normalmaß hoch. Zum Fahrplanwechsel Mitte Juni sollen im Regionalverkehr, von Ausnahmen etwa durch Baustellen abgesehen, wieder 100 Prozent der Verbindungen angeboten werden, wie Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und Vertreter der Betreiber Abellio, DB Regio, Go-Ahead und SWEG am Montag in Stuttgart ankündigten.

Winfried Hermann steht mit Flyern, die Mundschutz bewerben auf der Königstraße. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Winfried Hermann steht mit Flyern, die Mundschutz bewerben auf der Königstraße. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Um einen stabilen Verkehr gewährleisten zu können, war der Fahrplan im März je nach Netz um bis zur Hälfte ausgedünnt, Anfang Mai aber schon wieder etwas erweitert worden. „Wir haben die letzten zwei Monate im öffentlichen Verkehr gut gemeistert“, sagte Hermann. Die Pünktlichkeit habe durchweg deutlich über 90 Prozent gelegen, die Ausfallquote unter einem Prozent. Allerdings lag auch die Auslastung der Züge anfangs bei unter 20 Prozent. Inzwischen ist auch sie wieder höher geworden, liegt aber noch weit unter den gewohnten Werten.

Was Pünktlichkeit und Ausfälle angeht, hoffen die Unternehmen, etwas aus der Krise mitnehmen und die Werte halten zu können. So seien Abläufe und Absprachen verbessert und Wartungstermine vorgezogen worden. „Wir haben nahezu unter Laborbedingungen Eisenbahn betreiben können“, sagte der Chef der DB Regio Baden-Württemberg, David Weltzien. Daran gelte es anzuknüpfen. „Wir wollen nicht schlechter werden. Wir wollen das gute hohe Niveau halten“, sagte Hermann.

Für die Probleme, die seit dem vergangenen Sommer im Nahverkehr aufgetreten waren, sollen betroffene Pendler wie angekündigt von Juni an eine finanzielle Entschädigung erhalten. Für die Corona-Zeit werde es zudem eine Entschädigung für Eltern geben, die das Schülerticket ihrer Kinder weiterbezahlt haben, sagte Hermann.

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Erstellt:
18. Mai 2020, 13:11 Uhr

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