BASF will Umsatz in Kreislaufwirtschaft bis 2030 verdoppeln

dpa Ludwigshafen. Der Chemieriese BASF will fossile Rohstoffe künftig verstärkt durch recycelte Materialien ersetzen. Nach Angaben von Konzernchef Martin Brudermüller plant das Unternehmen, den Umsatz mit Lösungen für die sogenannte Kreislaufwirtschaft bis 2030 auf 17 Milliarden Euro zu verdoppeln. Von 2025 an sollen jährlich 250 000 Tonnen recycelte und abfallbasierte Rohstoffe anstelle von fossilen Rohstoffen verarbeitet werden.

Bunte Fahnen mit der Aufschrift „BASF“ wehen im Wind. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Bunte Fahnen mit der Aufschrift „BASF“ wehen im Wind. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

„Unternehmen, die Lösungen für die Transformation zur Kreislaufwirtschaft bieten können, werden künftig über einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verfügen“, sagte Brudermüller am Donnerstag in Ludwigshafen. Es gehe letztendlich um eine CO2-neutrale Kreislaufwirtschaft. „Ich glaube, es geht gar nicht anders.“

Um die Ziele zu erreichen, stellte Brudermüller drei Punkte vor. „Wir wollen künftig mehr nachwachsende und recycelte Rohstoffe einsetzen sowie neue Materialkreisläufe schaffen und neue Geschäftsmodelle entwickeln.“ Bei den Materialkreisläufen verwies er unter anderem auf E-Autos. „2030 müssen Experten zufolge mehr als 1,5 Millionen Tonnen Batteriezellen von Elektrofahrzeugen entsorgt werden. Wir brauchen dringend Lösungen, die wertvollen Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel wirtschaftlich und umweltschonend wiederzugewinnen.“ BASF entwickle hier ein neues hocheffizientes chemisches Verfahren.

Zum Artikel

Erstellt:
10. Dezember 2020, 12:34 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!