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Batterie-Forschungsfabrik: Hoffnungen für Itzehoe schwinden

dpa/lno Kiel. Im Rennen um den Standort einer geplanten Forschungsfabrik für Batteriezellen droht Itzehoe das Nachsehen. Experten der Gründungskommission beim Bundeswirtschaftsministerium sollen eine Empfehlung für Ulm in Baden-Württemberg abgegeben haben. „Wir begrüßen das Votum der Gründungskommission und sind fest davon überzeugt, dass Ulm der ideale Standort für die Forschungsfertigung Batteriezelle ist“, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Stuttgart. Schleswig-Holsteins Technologie-Staatssekretär Thilo Rohlfs zeigte sich am Donnerstag verwundert. „Uns liegen bislang keine Informationen vor“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Im Labor des Batterieforschungszentrums MEET wird chemische Zusammensetzung von Oberflächen untersucht. Foto: Friso Gentsch/Archivbild

Im Labor des Batterieforschungszentrums MEET wird chemische Zusammensetzung von Oberflächen untersucht. Foto: Friso Gentsch/Archivbild

Die Entscheidung sei noch nicht gefallen und werde in Kürze verkündet, sagte ein Sprecher des Bundesforschungsministeriums. Als Termin war bereits der 8. Juli verkündet worden. Der Bund will die Forschungsfabrik mit einer halben Milliarde Euro fördern. Der „Tagespiegel“ hatte berichtet, die Kommission habe ein eindeutiges Votum zugunsten der Bewerbung aus Baden-Württemberg für Ulm abgegeben. Die Landesregierung will 185 Millionen Euro bereitstellen.

Schleswig-Holsteins Landesregierung wollte im Falle eines Zuschlags für den Bau einer Forschungsfertigung in Itzehoe (Kreis Steinburg) 145 Millionen Euro aufbringen. Dort hat das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) seinen Sitz. „Wir sind vielleicht nicht der Top-Favorit, haben aber aus unserer Sicht eine sehr gute Bewerbung abgegeben“, sagte Staatssekretär Rohlfs der dpa.

Mit der Forschungsfabrik will die Bundesregierung die Voraussetzung für Batteriezellfertigungen in Deutschland verbessern. Bislang kommen Zellen für Autobatterien nur aus Asien. Weitere Bewerber für das 550-Millionen-Euro Projekt sind Niedersachsen mit Braunschweig, Bayern mit München, Sachsen mit Dresden und Nordrhein-Westfalen mit Münster.

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Erstellt:
27. Juni 2019, 14:21 Uhr

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