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Bauernverbände wollen mehr Geld für mehr Artenschutz

dpa/lsw Stuttgart. Um Anstrengungen für den Artenschutz auszubauen, fordern die Bauernverbände im Südwesten finanzielle Unterstützung. Die Landwirtschaft stelle sich den Herausforderungen, die das Artenschutz-Paket der Landesregierung für sie bedeute, teilten der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) und der Landesbauernverband (LBV) am Freitag mit. Das Paket müsse aber „finanziell gut ausgestattet und langfristig abgesichert werden“. Es brauche wirkungsvolle Förderprogramme und kräftige Investitionen etwa in die Agrartechnik, den Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie eine Intensivierung der Forschung und Entwicklung von Alternativen für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Zusätzliche Mittel für Anreizsysteme und entsprechende Umweltprogramme müssten bereitgestellt werden. „Da unser Engagement für mehr Naturschutz nicht vom Markt gedeckt wird, brauchen wir einen Ausgleich“, sagte der Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes, Werner Räpple.

Statt weiter Unterschriften zu sammeln, haben Naturschützer und Bienenfreunde die Mobilisierung für ein umstrittenes Volksbegehren vor kurzem gestoppt. Stattdessen wollen sie mit der Landesregierung an einem alternativen Gesetzentwurf arbeiten. Das grün-schwarze Kabinett hat entsprechende Eckpunkte für mehr Artenschutz beschlossen, die auf breite Zustimmung stoßen. Der Regierungsentwurf soll inhaltliche Ziele des Bienen-Volksbegehrens übernehmen, aber umstrittene Passagen entschärfen - etwa zu Pestiziden. Die Bauernverbände bekräftigen am Freitag ihre Dialogbereitschaft.

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Erstellt:
25. Oktober 2019, 17:34 Uhr

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