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Baustelle bei Köngen bringt römische Straße zum Vorschein

dpa/lsw Köngen. Am Rand einer Baustelle bei Köngen (Kreis Esslingen) ist überraschend eine Straße aus der Römerzeit entdeckt worden. Wie das Regierungspräsidium Stuttgart am Freitag mitteilte, war ein „interessierter Bürger“ darauf aufmerksam geworden, nachdem er in einer abgebaggerten Böschung eine auffällige Steinkonzentration beobachtet hatte. Mithilfe von ehrenamtlichen Beauftragten des Landesamts für Denkmalpflege wurde der Abschnitt der Straßentrasse freigelegt, um Aufbau und Breite zu ermitteln.

„Bei der Freilegung der erhaltenen Steinpackung zeigte sich schnell, dass an dieser Stelle nur noch der westliche Teil der Straße im Boden konserviert war, der durch eine Steinsetzung deutlich zu erkennen war“, hieß es beim Regierungspräsidium weiter. Zudem seien kleine Eisennägel gefunden worden. Das untermauere die Interpretation, dass es sich bei dem Fund um eine römische Straße handle - möglicherweise stammten die Nägel von römischem Schuhwerk.

Für weitere Untersuchungen könne man nun Hightech-Methoden nutzen, die in der modernen archäologischen Erkundung eine wichtige Rolle spielten, hieß es bei der Behörde weiter. So lasse sich etwa mittels Georadar der weitere Verlauf im Gelände verfolgen. Anomalien im Messbild einer geomagnetischen Messung könnten zudem weitere Strukturen im Boden wie Straßengräben offenbaren, ohne dass in das Erdreich eingegriffen werden müsste. Mit der Gemeinde Köngen und dem Denkmalamt würden nun geeignete Sicherungsmaßnahmen für die verbliebenen Reste der römischen Straße im Boden sowie weiterführende Erkundungsmaßnahmen geplant.

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Erstellt:
21. Februar 2020, 11:13 Uhr

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