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Beim Strom lässt sich zurzeit ganz besonders viel sparen

Vergleich: Bis zu 275 Euro im Jahr weniger zahlen – Mehr als 60 Versorger im Land erhöhen Preise

Für die meisten Haushalte herrschte beim Strompreis zuletzt Ruhe. Doch diese Phase ist vorbei. Zum Jahreswechsel haben viele Versorger Erhöhungen angekündigt – Zeit für einen Wechsel?

Stuttgart Mehr als 60 Grundversorger im Südwesten erhöhen zum Jahreswechsel ihre Preise – die für das Netzgebiet Stuttgart zuständigeEnBWbereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres.

Um durchschnittlich vier bis fünf Prozent steigen die Preise zahlreicher Anbieter in der Grundversorgung. Ein Mehr-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden zahlt nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox 55 Euro mehr im Jahr. Die Versorger begründen die Preiserhöhungen mit gestiegenen Einkaufspreisen für den Strom. 2018 war der durchschnittliche Strompreis nach Zahlen der Bundesnetzagentur weitgehend stabil.

900 000 Kunden beliefert die EnBW in der Grundversorgung. Bundesweit sind es laut Netzagentur immer noch 30 Prozent aller Stromkunden. Viele von ihnen haben noch nie den Anbieter oder auch nur den Tarif gewechselt. Würden sie es tun, könnten sie erheblich sparen: beim Familienverbrauch nach Auswertung unserer Zeitung bis zu 275 Euro, beim typischen Singleverbrauch von 1500 Kilowattstunden pro Jahr bis zu 163 Euro. Am höchsten bleibt die Ersparnis bei Anbietern, die mit Boni locken. Oft sind ihre Tarife ohne diese Prämien jedoch hoch.

Sechs Millionen Deutsche wechseln im Schnitt jährlich ihren Stromanbieter. Bis zu einer halben Million Mal werden jedoch Wechsel trickreich bis illegal untergeschoben, schätzt das Marktwächterteam Energie der Verbraucherzentrale Bundesverband und fordert von der Politik, dass Stromversorger zwingend verpflichtet werden müssen, eine Vollmacht von Verbrauchern zum Vertragswechsel gegenüber dem Altanbieter vorzulegen. Auch müssten telefonisch geschlossene Verträge grundsätzlich nachträglich in Schriftform bestätigt werden.

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Erstellt:
22. Dezember 2018, 03:12 Uhr

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