Benevit-Chef Pfister erhält Drohungen: Polizei ermittelt

dpa/lsw Mössingen. Die Ankündigung von Benevit-Chef Kaspar Pfister, ungeimpfte Mitarbeiter ab Dezember freizustellen, hat zu Drohungen, Beleidigungen und Beschimpfungen gegen ihn geführt. Die Sprecherin des Unternehmens sagte am Freitag, dass die Polizei in Reutlingen deswegen ermittle. Pfister sei in E-Mails, am Telefon und in Sozialen Medien angegangen worden.

Das Blaulicht an einem Polizeiwagen leuchtet. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration

Das Blaulicht an einem Polizeiwagen leuchtet. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration

Ein Sprecher der Polizei in Reutlingen erklärte, Benevit habe Anzeige erstattet, es liefen Ermittlungen hauptsächlich wegen Beleidigungen.

Pfister hatte am Donnerstag gesagt, er rechne damit, dass in seinen Pflegeheimen ab Anfang Dezember rund 70 Mitarbeiter wegen ihrer Weigerung, sich impfen zu lassen, freigestellt würden. „Sie werden einen schweren Stand im Team bekommen bei ihrer Rückkehr. Ihr Egoismus ist kurz gedacht“, sagte Pfister. Die freigestellten Mitarbeiter würden weiter Gehalt beziehen, Mehrarbeitsstunden und Urlaube sollen aber verrechnet werden, sagte Pfister. „Wir gehen definitiv an die Grenze dessen, was möglich ist.“

© dpa-infocom, dpa:211119-99-66630/2

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Erstellt:
19. November 2021, 17:09 Uhr

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