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Bericht: Weniger Einser-Abiturienten im Südwesten

dpa/lsw Berlin/Stuttgart. Immer mehr Schüler in Deutschland schließen einer Umfrage zufolge ihr Abitur mit einer Eins vor dem Komma ab - nur in Baden-Württemberg geht der Anteil der Einser-Abiturienten zurück. Im Südwesten erreichten im vergangenen Jahr 24 Prozent der Schulabgänger Einser-Abi-Noten, wie die „Rheinische Post“ (Montag) unter Berufung auf eine von ihr durchgeführte Umfrage in allen 16 Bundesländern berichtete. Baden-Württemberg liegt damit auf Rang 13 unter den Bundesländern. 2008 lag der Einser-Abi-Anteil noch bei 25,6 Prozent.

Eine Schülerin unterstreicht das Wort „Abitur“ an der Tafel. Foto: Tobias Kleinschmidt/Archivbild

Eine Schülerin unterstreicht das Wort „Abitur“ an der Tafel. Foto: Tobias Kleinschmidt/Archivbild

Hatte 2008 noch jeder fünfte Schulabsolvent (20,2 Prozent) in Deutschland einen Notenschnitt von mindestens 1,9, war es 2018 bereits mehr als jeder vierte (25,8 Prozent). Spitzenreiter ist Thüringen, wo 37,9 Prozent der Schulabgänger Einser-Abi-Noten erreichten. Bayern liegt bei 31,5 Prozent. Auf dem letzten Platz liegt Schleswig-Holstein mit 17,3 Prozent.

Was für viele Schüler positiv ist, sieht der Deutsche Hochschulverband (DHV) mit Sorge. „Qualität muss Vorrang vor Quantität haben“, sagte DHV-Sprecher Matthias Jaroch der „Rheinischen Post“. Schon heute fehlten den Studienanfängern häufig wichtige Grundkenntnisse, etwa in Mathematik.

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Erstellt:
16. September 2019, 09:55 Uhr

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