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Bibliotheken in Dresden und Freiburg geben NS-Raubgut zurück

dpa Dresden/Freiburg. Die Sächsische Landesbibliothek und die Universitätsbibliothek Freiburg haben drei Bücher an die Erben des niederländischen Philosophen und Humanisten Leo Polak (1880-1941) zurückgegeben. Die Nationalsozialisten hatten 1941 einen Großteil von Polaks Bibliothek konfisziert. Wie die Landesbibliothek in Dresden am Dienstag mitteilte, konnte das hier aufbewahrte Exemplar über ein Forschungsprojekt als NS-Raubgut ermittelt werden. Bei den Recherchen wurden zwei weitere Bücher in Freiburg identifiziert. Die Nachfahren Polaks wollen die Bücher wie auch schon zuvor restituierte Bände aus seiner Bibliothek der Universiteit van Amsterdam schenken, hieß es.

Der große Lesesaal der Sächsischen Landesbibliothek. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der große Lesesaal der Sächsischen Landesbibliothek. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Polak lehrte Philosophie an der Universität Groningen, bis er im Mai 1940 von den deutschen Besatzern Berufsverbot erhielt. Im Februar 1941 wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Dort kam er nach schweren körperlichen Misshandlungen durch das KZ-Personal ums Leben. Nach seiner Verhaftung musste die Familie aus ihrem Haus in Groningen zwangsweise ausziehen. Tochter Jetteke wurde später nach Auschwitz deportiert, wo sie 1942 ermordet wurde. Polaks Frau und zwei weitere Töchter überlebten den Holocaust.

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Erstellt:
26. Mai 2020, 13:01 Uhr

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