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Biokraftstoffe: Südwesten macht sich für neue Regeln stark

dpa/lsw Stuttgart. Klimafreundliche Kraftstoffe sollen nach dem Willen von Baden-Württemberg, Brandenburg und Hamburg künftig an der Tankstelle als reiner Treibstoff und nicht nur als Beimischung verkauft werden. Die drei Bundesländer beantragten im Wirtschaftsausschuss des Bundesrats eine entsprechende Gesetzesänderung zugunsten sogenannter E-Fuels, wie Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Freitag in Stuttgart mitteilte. „Um die Klimaziele zu erreichen, müssen wir in Zukunft vor allem im Schwerlastverkehr auf unseren Straßen und im Schiffsverkehr noch stärker auf Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien setzen.“ Zunächst hatte die „Stuttgarter Zeitung“ darüber berichtet.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Bei der Herstellung von E-Fuels wird mit Hilfe von Strom Wasserstoff erzeugt. Im nächsten Schritt reagiert der Wasserstoff mit Kohlendioxid, das aus der Umgebungsluft entnommen werden kann, zu einem Gas. Dieses wird in flüssigen Kraftstoff umgewandelt. Wenn dabei Strom aus erneuerbaren Energien verwendet wird, ist der Sprit klimaneutral. Er steht theoretisch unbegrenzt zur Verfügung, ist derzeit aber noch teuer.

Hoffmeister-Kraut sagte weiter: „Zahlreiche Studien belegen die Notwendigkeit von alternativen, gerade auch von synthetisch erzeugten Kraftstoffen. Die Forderung nach der Erlaubnis kommt im Übrigen auch aus den Reihen der Automobilwirtschaft.“ Um die Verfügbarkeit an den Tankstellen zu erreichen, sei eine Änderung der Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes nötig, teilte das Ministerium mit. Über den Antrag der drei Bundesländer soll am 29. November endgültig im Bundesrat abgestimmt werden.

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Erstellt:
15. November 2019, 10:12 Uhr

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