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Bischof Fürst: Demokratie „in schwerster Krise seit 1945“

dpa/lsw Rottenburg. Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, sieht die Demokratie in Deutschland in Gefahr. Sie befinde sich „derzeit in ihrer schwersten Krise seit 1945“, sagte Fürst bei einem Vortrag in Rottenburg, wie das katholische Bistum am Dienstag mitteilte. „Rassismus und Antisemitismus nehmen zu. Politiker werden bedroht, wenn sie sich für andere einsetzen.“

Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, steht auf dem Balkon des Haus des Bischofs. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild/dpa

Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, steht auf dem Balkon des Haus des Bischofs. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild/dpa

Fürst erinnerte an den Anschlag auf die Synagoge in Halle, den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und an die Morddrohung gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby. „Nicht nur in den USA oder der Türkei, auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern ist ein deutliches Erstarken von politischen Stimmungen und Kräften zu verzeichnen, die etablierte Strukturen angreifen und gegen den politischen Interessenausgleich sowie gegen die Regeln der demokratischen Konfliktlösung einen vermeintlich homogenen Volkswillen beschwören.“ Christen seien dazu aufgerufen, sich stattdessen für ein soziales Miteinander einzusetzen, betonte Fürst.

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Erstellt:
4. Februar 2020, 14:14 Uhr

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