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Black Forest Ultra Bike Marathon wegen Auerhuhns abgesagt

dpa/lsw Kirchzarten. Der populäre Black Forest Ultra Bike Marathon zwischen Kirchzarten und Feldberg fällt im kommenden Jahr dem Auerhuhn zum Opfer. Die Behörden genehmigten das Mountainbike-Rennen nicht, da viele Strecken durch neu ausgewiesene Wildtier- und Vogelschutzgebiete führten, teilten die Veranstalter mit. Auch die „Badische Zeitung“ hatte über die Absage berichtet.

Ein Auerhuhn fliegt durch ein Waldgebiet. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Ein Auerhuhn fliegt durch ein Waldgebiet. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

In diesem Jahr hatte das Rennen bereits nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung und mit Auflagen stattgefunden. Zu der Veranstaltung kommen jedes Jahr rund 5000 Mountainbiker. Schon 2002 und 2014 war das größte Schwarzwälder Breitensport-Abenteuer ausgefallen.

„Im letzten Jahr wurden die Wildtier- und Vogelschutzgebiete im Schwarzwald deutlich vergrößert“, begründete Benjamin Rudiger, der Geschäftsführer des Black-Forest-Ultra-Bike-Marathons, die Absage. Die habe die Planung deutlich erschwert. Nun sei es „ein schwerer Schlag für das Organisationskomitee und die vielen helfenden Vereine, dass der beliebte Black Forest Ultra Bike Marathon 2020 nicht stattfinden kann“.

Man hoffe, in zwei Jahren mit Änderungen in Termin und Strecke erneut ein Rennen auf die Beine zu stellen, teilten die Veranstalter auf ihrer Homepage mit. „Wichtig ist uns dabei, dass die Seele unserer regional so bedeutenden Veranstaltung erhalten bleibt - auch wenn Strecken- oder Terminänderungen notwendig sind.“

Das Auerhuhn ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Im Schwarzwald geht der Bestand seit rund 100 Jahren zurück. Das Töten eines Tiers ohne vernünftigen Grund ist laut Tierschutzgesetz verboten. Es drohen demnach bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafen.

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Erstellt:
7. November 2019, 09:01 Uhr

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