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Brand in Asylbewerberunterkunft in Marbach

UPDATE: 24-Jähriger Tatverdächtiger wird in psychiatrische Einrichtung gebracht

In der Nacht zum Donnerstag ist es zu einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Marbach gekommen. Foto: 7aktuell/A. Hald

© 7aktuell.de/Alexander Hald

In der Nacht zum Donnerstag ist es zu einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Marbach gekommen. Foto: 7aktuell/A. Hald

In einer Asylbewerberunterkunft am Bahnhof in Marbach ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Gegen 4 Uhr stand das Gebäude komplett in Flammen. In der Nacht waren 75 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Zudem waren Polizeibeamte und der Rettungsdienst vor Ort. Die Bewohner werden nun vorübergehend in einer Turnhalle in Affalterbach untergebracht. Zunächst war die Ursache unklar. Am Nachmittag gaben die Staatsanwaltschaft Heilbronn und das Polizeipräsidium Ludwigsburg die Meldung heraus, dass ein 24-jähriger Bewohner in eine psychiatrische Einrichtung gebracht worden sei, in dessen Zimmer der Brand mutmaßlich ausgebrochen war.

Einsatzkräfte der Polizei hatten in der Nacht sofort mit der Evakuierung der insgesamt vier Container begonnen, rund 90 Personen sind dort gemeldet. Die Feuerwehr hatte die Flammen gegen 04:40 Uhr unter Kontrolle. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden bei dem Brand drei Bewohner der Unterkunft und ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Aufgrund der zunächst starken Rauchentwicklung und für den Feuerwehreinsatz sperrte die Polizei den an den Brandort angrenzenden Bahnhof Marbach und die Rielingshäuser Straße ab. Die Sperrung des Bahnhofs konnte um 05:40 Uhr wieder aufgehoben werden. Nachlöscharbeiten und die Bekämpfung von Glutnestern zogen sich bis gegen 10:20 Uhr hin. Nach ersten polizeilichen Zeugenbefragungen richtete sich ein Tatverdacht gegen den 24-Jährigen, der zusammen mit seinem gleichaltrigen Bruder ein Zimmer in der Unterkunft bewohnt. Er war nach Brandausbruch in Richtung des Marbacher Bahnhofs geflüchtet, wo er dann vorläufig festgenommen wurde. Er befand sich in einem psychischen Ausnahmezustand. Ob der Brand durch fahrlässiges Handeln oder vorsätzlich herbeigeführt wurde, werden die weiteren Ermittlungen der Polizei noch ergeben müssen. Der Tatverdächtige war zusammen mit seinem Bruder bereits im März 2018 wegen fahrlässiger Brandstiftung polizeilich in Erscheinung getreten, nachdem in ihrem damaligen Zimmer in einer Unterkunft in Kornwestheim durch den Einsatz zweier Heizlüfter ein Brand fahrlässig verursacht worden war. Dabei war ein Sachschaden von etwa 450.000 Euro entstanden.Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in Marbach waren etwa 60 Personen in der Unterkunft.

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Erstellt:
29. August 2019, 10:14 Uhr

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