Zeugenaufruf bis 24. Februar

Brandanschlag in Berlin: Belohnung von bis zu einer Million Euro für Hinweise

Eine linksextremistische Gruppe bekennt sich zum Anschlag auf die Stromversorgung. Das BKA bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer schnell liefert, soll eine Belohnung erhalten.

7. Januar 2026: Soldaten der Bundeswehr geben nach dem tagelangen großflächigen Stromausfall im Berliner Südwesten warme Mahlzeiten am Mexikoplatz aus (Archivbild).

© Syen Kaeuler/dpa

7. Januar 2026: Soldaten der Bundeswehr geben nach dem tagelangen großflächigen Stromausfall im Berliner Südwesten warme Mahlzeiten am Mexikoplatz aus (Archivbild).

Von red/dpa

WWer der Polizei innerhalb der nächsten vier Wochen entscheidende Informationen für die Aufklärung des Brandanschlags auf die Berliner Stromversorgung Anfang Januar liefert, kann mit einer Belohnung von bis zu einer Million Euro rechnen. Das teilte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hatte die hohe Belohnung bereits am Montag angekündigt.

In einer Mitteilung des Bundeskriminalamts (BKA) bitten das BKA und der Generalbundesanwalt die Bevölkerung um Hinweise auf den oder die Täterinnen und Täter, die am 3. Januar durch einen Brandanschlag mehrere Starkstromkabel in Berlin beschädigt hatten. Durch den mutmaßlich linksextremistisch motivierten Anschlag war die Stromversorgung von 45.000 Haushalten im Südwesten der Hauptstadt tagelang ausgefallen.

Bekennerschreiben einer „Vulkangruppe“

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen. In einem Bekennerschreiben hatte eine der linksextremistischen „Vulkangruppen“, die seit 2011 vor allem in Berlin und Brandenburg immer wieder Brandanschläge auf die öffentliche Infrastruktur verübt haben sollen, die Tat für sich reklamiert.

Dobrindt sagte, die Sicherheitsbehörden hätten den Linksextremismus zwar immer mit im Blick gehabt. Die Betrachtung der unterschiedlichen Phänomenbereiche sei jedoch „unterschiedlich ausgeprägt“ gewesen. Er werde nun dafür sorgen, dass die Beobachtung des linksextremistischen und linksterroristischen Spektrums durch das Bundesamt für Verfassungsschutz verstärkt werde. Das bedeute jedoch nicht, dass man bei der Beobachtung von Rechtsextremisten oder islamistischen Terroristen nachlassen werde.  

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Erstellt:
27. Januar 2026, 11:20 Uhr

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