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Brüssel erlaubt Vodafones Unitymedia-Übernahme

dpa Brüssel. Die EU-Kommission hat eine weitreichende Fusion am deutschen Telekommunikationsmarkt erlaubt und damit Vodafone erheblich gestärkt. Die Übernahme des Kölner Kabelnetzbetreibers Unitymedia werde unter Auflagen genehmigt, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag in Brüssel mit. Die Bedingungen sollten sicherstellen, dass Kunden keine Nachteile entstünden und sie weiterhin von fairen Preisen, hochwertigen Dienstleistungen und innovativen Produkten profitieren könnten, sagte sie. Die Fusion gefährde den Wettbewerb nicht. In der Branche gibt es dennoch Unruhe.

Die Logos der Unternehmen Vodafone und Unitymedia. Foto: dpa/Archiv

Die Logos der Unternehmen Vodafone und Unitymedia. Foto: dpa/Archiv

Vodafone verfügt damit künftig über ein bundesweites Kabelnetz. Vorher waren diesbezüglich die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg weiße Flecken für den Konzern - dort war Unitymedia als Kabelnetzbetreiber tätig. In diesen weißen Flecken musste Vodafone auf die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom setzen und Miete für Telefonleitungen zahlen, um Kunden trotz der Nichtpräsenz Internet-Zugang (DSL/VDSL) zu ermöglichen - pro Jahr überwies Vodafone eine halbe Milliarde Euro an den Bonner Rivalen.

Den Brüsseler Auflagen zufolge muss Vodafone künftig seinen Konkurrenten Telefónica auf das Kabelnetz lassen, um den Wettbewerb zu sichern. Zudem dürften die Gebühren für frei empfangbare Fernsehsender, die ihr Programm über Vodafones Kabelnetz übertragen und Einspeiseentgelte zahlen, nicht erhöht werden.

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Erstellt:
18. Juli 2019, 17:18 Uhr

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