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Bürgerpreis startet in einem neuen Format

Bürgerpreis 2020: Eine feierliche Preisverleihung ist zwar nicht möglich, trotzdem vergibt die Kreissparkasse Waiblingen auch in diesem Jahr den Bürgerpreis Rems-Murr. Auch die Leser der Backnanger Kreiszeitung und der Murrhardter Zeitung dürfen wieder ihren Gewinner küren. Fünf Initiativen stehen zur Wahl.

Die Verleihung des Bürgerpreises Rems-Murr fand bisher immer in einem feierlichen Rahmen vor großem Publikum statt. Darauf muss in diesem Jahr verzichtet werden. Archivfoto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Die Verleihung des Bürgerpreises Rems-Murr fand bisher immer in einem feierlichen Rahmen vor großem Publikum statt. Darauf muss in diesem Jahr verzichtet werden. Archivfoto: A. Becher

Von Kornelius Fritz

BACKNANG. Die Verleihung des Bürgerpreises Rems-Murr ist normalerweise ein gesellschaftliches Ereignis mit mehreren Hundert Gästen und viel lokaler Prominenz. Dass das wegen der Coronapandemie in diesem Jahr nicht möglich sein wird, war schon länger klar. Trotzdem wollte die Kreissparkasse Waiblingen, die den Preis nun schon zum 17. Mal vergibt, die Aktion nicht einfach absagen. Zumal die Ausschreibung für den Ehrenamtspreis bereits lief, als sich das Virus in Deutschland verbreitete.

„Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, auch in diesem Jahr den mit insgesamt 10000 Euro dotierten Bürgerpreis Rems-Murr zu vergeben“, erklärt Rolf-Martin Klingler, Leiter Gesellschaftliches Engagement und Veranstaltungsmanagement bei der Kreissparkasse. „Gerade in diesen besonderen Coronazeiten hat das Ehrenamt einen hohen Stellenwert und braucht jetzt unsere Unterstützung.“ Deshalb wird der Preis nun eben in etwas anderer Form vergeben als bisher. Wie in vergangenen Jahren wird die Sparkasse über jedes der ausgezeichneten Projekte einen kurzen Film produzieren lassen. Gezeigt werden diese allerdings nicht bei einer offiziellen Preisverleihung, sondern nur online auf verschiedenen Kanälen. Und natürlich bekommen die ausgezeichneten Initiativen auch ihr Preisgeld, nur eben ohne symbolische Scheckübergabe auf großer Bühne.

Ansonsten ist das Prozedere wie gehabt: Eine Jury unter Vorsitz von Landrat Richard Sigel wird auch in diesem Jahr wieder ihre Preisträger küren. Zusätzlich haben die Leserinnen und Leser der Backnanger Kreiszeitung und der Murrhardter Zeitung wieder die Möglichkeit, ihren persönlichen Favoriten zu wählen, der dann den mit 1000 Euro dotierten Leserpreis erhält.

Fünf ehrenamtliche Initiativen aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitungen stehen diesmal zur Wahl (siehe Infobox). Diese werden wir Ihnen in den kommenden Wochen in einer kleinen Serie noch ausführlicher vorstellen. Anschließend haben Sie eine Woche Zeit, um online oder schriftlich abzustimmen. Die Gewinner des diesjährigen Bürgerpreises Rems-Murr werden dann Mitte Juli bekannt gegeben.

Bürgerpreis startet in einem neuen Format
Fünf Projekte für den Leserpreis nominiert

Projekt „Baum 2020“

Viele Bäume in Baden-Württemberg sind krank, Grund dafür ist unter anderem der Klimawandel. Die Ziele des Projekts „Baum 2020“ sind die Sensibilisierung der Mitbürger, die Rückbesinnung auf die Natur und die Übernahme von Verantwortung gegenüber den folgenden Generationen. Während des Aktionszeitraums in diesem und im vergangenen Jahr wurden viele Angebote und Aktionen bereits erfolgreich umgesetzt. Neben einer großen Baumpflanzaktion von klimatoleranten Zukunftsbäumen gab es unter anderem einen Online-Fotowettbewerb zum Thema Bäume sowie zahlreiche Aktionen, Vorträge, Führungen und Seminare.

Offener Mittagstisch in Backnang

Jeden Mittwoch zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober lädt die Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Zionskirche zu einem offenen Mittagstisch ein. Über 1600 selbst gekochte Essen werden jährlich ausgegeben – die Teilnehmer revanchieren sich dafür mit einem freiwilligen Spendenbetrag. An dem Angebot kann jeder teilnehmen, so sollen Berührungsängste abgebaut werden. Die Organisation wird von einem 30-köpfigen, ehrenamtlichen Team übernommen.

Arbeitskreis Integration, Weissach im Tal

Vom ersten Tag an werden geflüchtete Menschen in Weissach im Tal als Mitbürger in den Alltag integriert. Paten und Sprachhelfer kümmern sich um die Neuankömmlinge. Unterstützung bei Behördengängen und der Arbeitsplatzsuche sind für die Mitglieder des Arbeitskreises selbstverständlich. In Kooperation mit den Schulen wird eine Lernhilfe für Kinder angeboten. Außerdem werden von den Arbeitskreismitgliedern regelmäßig Hygieneschulungen oder Vorträge zur Suchtprävention organisiert, um eine bessere Integration zu gewährleisten.

Asylbewerber willkommen in Aspach

Die Bürgerinitiative „Asylbewerber willkommen in Aspach“ (AWIA) betreute 2016 und 2017 bis zu 120 Flüchtlinge, darunter auch Familien mit Kindern und Senioren. Bis heute bieten die Engagierten den Geflüchteten persönliche Gespräche und Beratungen an. Familienpaten kümmern sich um ihre Schützlinge, begleiten sie zum Arzt oder bei Behördengängen. Auch bei der Job- oder Wohnungssuche unterstützen die Ehrenamtlichen. Bis heute wird das Come-together-Café genutzt, um für Begegnungen zwischen Einheimischen und Geflüchteten zu sorgen.

SC Aspach – Schule und Verein

Einmal im Jahr haben die Schüler der Conrad-Weiser-Schule in Aspach die Möglichkeit, ihre Kenntnisse im Schneesport auszubauen. Das Ski- und Snowboardfahren steht dabei im Fokus. Organisiert wird das Angebot von Vereinsmitgliedern des SC Aspach. Die Schüler werden dabei von ausgebildeten Übungsleitern betreut. Die Teilnehmer verbessern neben ihrem sportlichen Können auch den sozialen Umgang miteinander und stärken ihr Gemeinschaftsgefühl.

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Erstellt:
14. Mai 2020, 06:00 Uhr

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