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Buga-Holzpavillon verlässt Heilbronn: Rückbau des Geländes

dpa/lsw Heilbronn. Die Bundesgartenschau Heilbronn hat die Besucher angezogen. Nun soll auf einem Teil des Areals ein neues Stadtquartier entstehen. Der Rest bleibt als Grünfläche erhalten.

Eine Frau sitzt auf dem Gelände der Bundesgartenschau (Buga) Heilbronn 2019 an einem See. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Eine Frau sitzt auf dem Gelände der Bundesgartenschau (Buga) Heilbronn 2019 an einem See. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Nach dem Ende der Bundesgartenschau in Heilbronn rücken auf dem 40 Hektar großen Gelände an bestimmten Stellen wieder die Arbeiter an, um Pavillons und andere Bühnen abzubauen. So werden ein futuristischer Holzpavillon, der einer Seeigel-Hülle nachempfunden ist sowie sein Pendant, ein Faserpavillon, zerlegt und eingelagert, wie eine Stadtsprecherin sagte. Beide vom Land finanzierten temporären Bauten sollen 2023 bei der Bundesgartenschau in Mannheim wieder aufgestellt werden.

Außerdem soll auf rund einem Drittel des Buga-Areals innerhalb der nächsten fünf Jahre ein neues Stadtquartier entstehen mit Wohnungen für 3500 Menschen sowie 1000 Arbeitsplätzen. Die Kommune will am Dienstag die Bürger über die weiteren Planungen informieren. Knapp sechs Monate lang wurde auf dem einstigem Brachland Gartenbau in Verbindung mit nachhaltiger Architektur präsentiert. Zwei Drittel des Geländes bleibt für die Öffentlichkeit erhalten. Insgesamt hatten mehr als 2,3 Millionen Menschen die Bundesgartenschau besucht.

Agrarminister Peter Hauk (CDU) sagte: „Gartenschauen bewirken einen langfristigen Mehrwert in ökologischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Hinsicht.“ Die für eine Stadtentwicklung bedeutenden Flächen würden für eine nachhaltige Nutzung aufgewertet und gestaltet. In der Regel werden die Gelände der Gartenschauen so genutzt, wie sie angelegt wurden: Als Stadt- und Bürgerparks. Zwischen 1980 und 2018 seien im Südwesten dadurch über 750 Hektar an Freiräumen gestaltet worden. Das Land habe hierfür rund 102 Millionen Euro an Zuschüssen beigesteuert, indem es Landesgartenschauen und Gartenschauen fördere.

In Öhringen wurde 2016 auf einer Fläche von 30 Hektar die Landesgartenschau veranstaltet. Es seien lediglich ein Fünftel des Gebiets zurückgebaut worden, sagte ein Sprecher der Kommune. Der Rest des Gebiets einschließlich des sanierten historischen Hofgartens sei von Anfang an als Daueranlage angelegt worden und diene nun als Grünfläche.

Auch bei der Landesgartenschau 2018 in Lahr auf rund 36 Hektar Fläche kam es zu Rückbauten. Wo einst das Gastronomiezelt stand wurde ein Fußballfeld errichtet, wie eine Sprecherin der Kommune mitteilte. Eine ehemalige Blumenhalle wurde im Vorfeld bereits schon so gebaut, dass sie nach dem Ende einfach zu einer neuen Mehrzweckhalle umgebaut werden konnte. Aus einem früheren Teilgebiet entstand eine Kleingartenanlage.

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Erstellt:
13. Oktober 2019, 08:01 Uhr

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