Bund: Viele Baustellen wegen Sanierungsstau im Schienennetz

dpa Berlin. Bahnkunden müssen Jahr für Jahr mit hunderten Baustellen im Schienennetz rechnen, Milliarden werden investiert. Heute wurde eine Bilanz gezogen werden. Doch es gibt noch Arbeit für viele Jahre.

Im Gleisbereich am Hauptbahnhof in Hamburg wird gearbeitet. Foto: Bodo Marks/dpa/Archiv

Im Gleisbereich am Hauptbahnhof in Hamburg wird gearbeitet. Foto: Bodo Marks/dpa/Archiv

Die Deutsche Bahn will die Investitionen in das Schiennetz im nächsten Jahr ein weiteres Mal auf Rekordniveau heben.

„Wir werden noch einmal einen deutlichen Anstieg haben“, sagte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. In diesem Jahr seien 12,2 Milliarden Euro verbaut worden.

Pofalla sage, er gehe davon aus, dass trotz der Corona-Krise am Jahresende 99 Prozent der geplanten Vorhaben umgesetzt sein werden. Im 33.000 Kilometer langen Netz seien in diesem Jahr bislang 1500 Kilometer Gleise und 1500 Weichen erneuert, 100 Brücken saniert und 620 Bahnhöfe attraktiver gestaltet worden.

Die Bahn kämpft gegen einen gewaltigen Sanierungsstau. Pofalla sprach von einem mehrjährigen Kraftakt. Zu den größten Vorhaben im neuen Jahr zählen mehrere Projekte zur Entlastung des Bahnknotens Köln und die Sanierung der Schnellfahrstrecke zwischen Göttingen und Kassel mit einer Vollsperrung vom 24. April bis 16. Juli.

Über den Abschnitt laufen mehrere wichtige ICE- und Intercity-Linien. Die Bahn wolle möglichst „kundenfreundlich“ bauen, um Zugausfälle zu vermeiden, sagte Pofalla. Geplant ist, die Züge umzuleiten, was die Fahrzeit um bis zu 40 Minuten verlängert.

© dpa-infocom, dpa:201210-99-636441/5

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Erstellt:
10. Dezember 2020, 05:24 Uhr

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