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Bundesbank: Konjunkturschwäche ist kein Grund zur Besorgnis

dpa Frankfurt/Main. Die Bundesbank dämpft trotz der aktuellen Konjunkturschwäche die Sorgen vor einem Absturz der deutschen Wirtschaft.

Turbinen-Wartung bei Siemens: Aus Sicht der Bundesbank-Experten wäre ein leichter Rückgang des BIP im Sommer „als Teil einer konjunkturellen Normalisierung zu sehen. Foto: Daniel Karmann

Turbinen-Wartung bei Siemens: Aus Sicht der Bundesbank-Experten wäre ein leichter Rückgang des BIP im Sommer „als Teil einer konjunkturellen Normalisierung zu sehen. Foto: Daniel Karmann

Es sei zwar durchaus möglich, dass die Wirtschaftsleistung auch im dritten Quartal leicht zurückgegangen sei, schreibt die Notenbank in ihrem Monatsbericht September. Damit stecke Europas größte Volkswirtschaft aber nicht in einer Rezession.

Volkswirte sprechen unterdessen von einer „technischen Rezession“, wenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwei Quartale in Folge schrumpft. Im zweiten Vierteljahr 2019 war die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent gesunken. Zum Jahresanfang hatte es noch ein Plus von 0,4 Prozent gegeben.

„Ein zweimaliger Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Erzeugung in Folge stellt in der gegenwärtigen Situation für sich genommen noch keinen Grund zur Besorgnis dar. Er bedeutet auch noch nicht notwendigerweise das Ende der gesamtwirtschaftlichen Expansionsphase“, stellt die Bundesbank klar. Die Lage am Arbeitsmarkt sei weiter gut, der private Konsum intakt. Auch die Baukonjunktur floriere nach wie vor.

Aus Sicht der Bundesbank-Experten wäre ein leichter Rückgang des BIP im Sommer „als Teil einer konjunkturellen Normalisierung zu sehen, da die deutsche Wirtschaft aus einer Phase der wirtschaftlichen Überauslastung kommt“.

Gleichwohl bestünden „insbesondere im internationalen Umfeld weiterhin erhebliche Abwärtsrisiken“. Handelskonflikte und der Brexit belasten die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Es sei nach wie vor offen, „ob sich die Industriekonjunktur fängt, bevor sich die Abwärtsbewegung auf die stärker binnenwirtschaftlich orientierten Wirtschaftszweige überträgt“, schreibt die Bundesbank.

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Erstellt:
23. September 2019, 12:06 Uhr

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