Bundesrat will härtere Strafen für Gaffer

dpa/lsw Berlin/Stuttgart. Gaffer, die Rettungseinsätze stören, sollen nach dem Willen des Bundesrats härter bestraft werden. Zuvor hatten Baden-Württemberg und Niedersachsen einen Antrag eingereicht. Daraufhin forderte der Bundesrat den Bundestag am Freitag auf, strengere Gesetze gegen Schaulustige zu beschließen. Bisher seien lediglich lebende Personen davor geschützt, dass bloßstellende Fotos und Videos gemacht und verbreitet werden, heißt es in dem Beschluss. Das soll auf Tote ausgeweitet werden.

Eine Sichtschutzplane mit dem Piktogramm "fotografieren verboten". Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv

Eine Sichtschutzplane mit dem Piktogramm "fotografieren verboten". Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv

Nach Auffassung von Justizminister Guido Wolf (CDU) ist es schlichtweg abstoßend, wenn Gaffer Todesopfer fotografieren oder filmen. „Diese erschreckende Trophäenjagd kennt keine Pietät, keinen Respekt vor den Toten mehr.“ Das Strafrecht müsse an diese bedrückende Entwicklung angepasst werden. Bundestagsabgeordnete von Union und SPD äußerten sich in Berlin zustimmend: Eine solche Änderung sei in dieser Legislaturperiode geplant.

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Erstellt:
17. Mai 2019, 13:31 Uhr

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