Tarifstreit im öffentlichen Dienst
Bundesweite Warnstreiks an Universitätskliniken dauern noch bis Mittwoch an
Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst trifft Patientinnen und Patienten. Warnstreiks an Universitätskliniken haben an Dutzenden Orten Auswirkungen.
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Von Warnstreiks sind noch bis Mittwoch zahlreiche Häuser betroffen (Archivbild).
Von red/dpa
Der Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst hat bundesweit Auswirkungen auf Patientinnen und Patienten von Unikliniken. Von Warnstreiks sind noch bis Mittwoch zahlreiche Häuser betroffen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi in Berlin sagte. In vielen Städten gebe es Ausstände und Proteste. Betroffen seien alle 22 angekündigten Standorte. Die Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlungen sind Verdi zufolge gewährleistet.
Die Beschäftigten aus den Universitätskliniken wollten den Druck im aktuellen Tarifstreit um den öffentlichen Dienst verstärken. Beispielsweise am Universitätsklinikum Jena gingen etwa 300 Beschäftigte in einen ganztägigen Warnstreik. Pflegekräfte, Labor- und Technikmitarbeiterund Beschäftigte weiterer Bereiche demonstrierten auf der Straße.
Mittwoch geht es weiter
Für Mittwoch ruft die Gewerkschaft auch zu einem Campus-Warnstreiktag auf: In mehr als 60 Städten sollen Beschäftigte aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen für die Tarifforderungen demonstrieren, an mehr als 40 Standorten Warnstreiks stattfinden.
In den Tarifverhandlungen um die Einkommen der Landesbeschäftigten haben die Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) seit Dezember keine erkennbare Annäherung erzielt.
In den Verhandlungen fordern Verdi und dbb sieben Prozent mehr Lohn, monatlich mindestens 300 Euro. Die Arbeitgeber hatten das als unbezahlbar abgelehnt. Die Gewerkschaften werfen den Ländern vor, kein Angebot vorgelegt zu haben. Mit weiteren Warnstreiks bis zur dritten Verhandlungsrunde vom 11. bis zum 13. Februar ist zu rechnen.
