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Bundesweites Zentralabitur? Kretschmann sehr skeptisch

dpa/lsw Stuttgart. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) steht Forderungen seiner Kultusministerin nach einem bundesweiten Zentralabitur nach eigenem Bekunden „sehr skeptisch“ gegenüber. Er sprach sich am Dienstag in Stuttgart aber dafür aus, gemeinsame Mindeststandards in der Bildungspolitik voranzutreiben. Dies sei Aufgabe der Kultusministerkonferenz. Zuvor hatte CSU-Chef Markus Söder, der auch bayerischer Regierungschef ist, Forderungen nach einem Zentralabitur eine klare Absage erteilt. „Ein Zentralabitur wird es auf keinen Fall mit Bayern und der CSU geben“, sagte er.

Abiturienten gehen kurz vor Beginn des Abiturs im Fach Deutsch zu ihrem Prüfungsraum an einem Schild vorbei. Foto: Felix Kästle/Archiv

Abiturienten gehen kurz vor Beginn des Abiturs im Fach Deutsch zu ihrem Prüfungsraum an einem Schild vorbei. Foto: Felix Kästle/Archiv

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte das Thema Anfang Juli aufgebracht. Am Ende müsse es nicht nur deutschlandweit dieselben Prüfungsaufgaben, sondern auch einheitliche Regeln dafür geben, welche Fächer ins Abitur eingebracht würden. Eisenmann ist auch designierte Spitzenkandidatin der CDU für die Landtagswahl 2021.

Wenn die Kabinette von Baden-Württemberg und Bayern am kommenden Dienstag (23.7.) am Bodensee gemeinsam tagen, wird das Zentralabitur laut Kretschmann aber kein Thema sein. Auf der Tagesordnung stehen nach seinen Worten die Energiewende, die Verkehrspolitik und andere Themen, die die beiden südlichen Bundesländer gleichermaßen beträfen.

„Die Zusammenarbeit ist gut“, sagte Kretschmann zur Kooperation der zwei Länder, die auch als „Südschiene“ bezeichnet wird. Es ist die erste gemeinsame Kabinettssitzung mit Bayern überhaupt, seitdem Kretschmann 2011 das Amt des Regierungschefs übernommen hat. In der Zeit der grün-roten Vorgängerregierung gab es eine gemeinsame Tagung mit dem damaligen rot-grünen Kabinett von Rheinland-Pfalz.

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Erstellt:
16. Juli 2019, 15:59 Uhr

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