BVMW: Kultur ist nicht nur Freizeitvergnügen

dpa/lsw Grafenau. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Baden-Württemberg hat die neu beschlossenen Corona-Maßnahmen kritisiert. Von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder werde gerne davon gesprochen, dass Schulen, Kitas und Wirtschaft weitergehen sollten wie bisher, teilte Landessprecher Ulrich Köppen am Mittwochabend in Grafenau (Kreis Böblingen) mit. Doch das erwecke den Eindruck, „dass Freizeit-Einrichtungen inklusive Theater, Konzert, Kino oder Kabarett dem reinen Vergnügen dienen.“

Ein Zettel mit der Aufschrift „Sitzplatz Freigegeben“ hängt an einem Theatersitzplatz. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Ein Zettel mit der Aufschrift „Sitzplatz Freigegeben“ hängt an einem Theatersitzplatz. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Vielmehr sei es so, dass gerade die im Ausland bewunderte, vielfältige deutsche Kulturlandschaft von der Basisversorgung bis hin zu Spitzenleistungen von Selbstständigen und Kleinstfirmen realisiert werde, teilte Köppen mit. „Ohne deren eigenes Verschulden wird jetzt zum zweiten Mal durch den Lockdown quasi ein Berufsverbot ausgesprochen.“ Große Konzertsäle und Theater hätten bewiesen, dass man mit professionellen Hygienekonzepten den Besuch dieser Institutionen ungefährdet überstehen kann. Der gesamte Kulturbetrieb sei ein milliardenschwerer Wirtschaftsfaktor und für deren Macher kein Freizeitvergnügen.

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29. Oktober 2020, 08:06 Uhr

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