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CDU-Vize Strobl: Klare Kante gegen AfD und Linksextreme

dpa Berlin. CDU-Vize Thomas Strobl hat den klaren Abgrenzungskurs des sächsischen Regierungschefs Michael Kretschmer (CDU) zu AfD und Linkspartei als Vorbild für die Gesamtpartei gelobt. Gegenüber rechts- und linksextremen Erscheinungen müsse in der Demokratie eine klare Kante gezeigt werden, wie dies Kretschmer für die Sachsen-Union getan habe, sagte Strobl der Deutschen Welle in Berlin. Die CDU müsse „eindeutig und klar sagen: Mit den Leuten von der AfD gibt es nichts - also keine Koalition, keine Kooperation, keinerlei Zusammenwirken. Diese Klarheit ist notwendig.“

Thomas Strobl, Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg. Foto: Thomas Kienzle/Archivbild

Thomas Strobl, Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg. Foto: Thomas Kienzle/Archivbild

Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben hatte vor der Wahl auch eine Koalition mit der Linkspartei nicht ausgeschlossen. Die CDU hatte auf ihrem Bundesparteitag im Dezember in Hamburg dagegen beschlossen, sie lehne „Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland ab“.

Strobl betonte, er spüre nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg nicht nur Erleichterung und Freude. Angesichts der hohen Stimmenzahl der AfD müsse die CDU daran arbeiten, dass „dieser rechte Rand in Deutschland verschwindet, der Linksextreme im Übrigen genauso“. Die CDU müsse sich „den Themen zuwenden, die die Menschen interessieren und beschäftigen“ und den Menschen zuhören, so wie dies Kretschmer in Sachsen getan habe. Dann müsse die CDU in einem zweiten Schritt „tatkräftig diese Probleme auch lösen“.

Auf die Frage, ob die Stärke der AfD oder die Schwäche der CDU Grund für das AfD-Ergebnis sei, verwies Strobl auf ähnliche Entwicklungen in anderen westlichen Demokratien. Die AfD-Ergebnisse seien kein sächsisches und kein typisch deutsches Problem - ähnliche Erscheinungen gebe es in Österreich, Italien und anderen europäischen Ländern. Kein Demokrat könne Freude daran haben, wenn es derart starke Entwicklungen im links- und rechtsextremen Bereich gebe. „Da müssen wir jeden Tag dafür arbeiten, dass wir eine starke Mitte haben und die Ränder möglichst klein und schwach bleiben.“

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Erstellt:
2. September 2019, 05:44 Uhr

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