Cem Özdemir: „Der Pokal ist unser“
Von Marco Seliger
Stuttgart - Cem Özdemir (60) kennt sich bestens aus in Berlin nach jahrelangem Engagement in der Bundespolitik – die Reise am kommenden Wochenende wird nun aber eine spezielle für den Hauptstadt-erfahrenen neuen baden-württembergischen Ministerpräsidenten.
Das DFB-Pokalfinale seines Herzensvereins VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München steigt am Samstag (20 Uhr/ARD) im Berliner Olympiastadion. Vorher gibt Özdemir gegenüber unserer Redaktion eine Prognose ab – samt Einblicken in seine Gefühlswelt als Fan der Weiß-Roten.
„Ich freue mich sehr auf das Pokalfinale, es kribbelt richtig bei mir“, sagt der Grünen-Politiker also vor dem Endspiel und ergänzt: „In dieser Saison hieß es ja: Fußball ist, wenn 22 Spieler einem Ball hinterherlaufen – und am Ende gewinnen die Bayern. Aber auf der großen Bühne Pokalfinale kann der VfB den Münchnern einen Strich durch die Rechnung machen.“
Dafür, so Özdemir weiter, brauche die Mannschaft „starke Nerven und viel Mut“. Und dann, ja dann, gab es so etwas wie eine kleine Kampfansage Özdemirs von Stuttgart nach München, mit dem Blick auf den VfB-Finaltriumph im vergangenen Jahr in Berlin: „Der Pokal ist unser – und wir geben ihn nicht so schnell wieder her. Ich tippe auf ein heiß umkämpftes 2:1 für unsere Jungs mit dem Brustring.“
Dann würde sicher auch der gebürtige Bad Uracher Özdemir in Feierlaune sein. Er wird das Endspiel live im Stadion verfolgen – und vorher am Samstagmittag in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin geladene Gäste empfangen und sich mit ihnen auf das Finale einstimmen.
