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Christkindlesmarkt glänzt mit aufwendig gestalteten Ständen

Backnang feiert die Vorfreude aufs Fest – Märchenzelt sorgt für Begeisterung bei Groß und Klein

Am Samstag hui, am Sonntag pfui – das Wetter ließ zumindest gestern zu wünschen übrig. Samstag erst etwas sonnig, dann gestern schmuddelig nass und windig. Die Weihnachtsmarktbesucher konnte der Regen aber nicht abhalten. Gut eingepackt genossen sie am ersten Adventswochenende das besinnliche Treiben rund um den Stadtturm.

Backnangs Innenstadt im weihnachtlichen Lichterglanz: Vor allem am Samstag strömten die Besucher über den Christkindlesmarkt.

© Pressefotografie Alexander Beche

Backnangs Innenstadt im weihnachtlichen Lichterglanz: Vor allem am Samstag strömten die Besucher über den Christkindlesmarkt.

Von Yvonne Weirauch

BACKNANG. Keine Frage: Die große Lichter-Krippe ist ein Hingucker. Gemeinsam mit dem mit unendlich vielen LED-Lichtern beleuchteten großen Weihnachtsbaum bietet sie nach Einbruch der Dunkelheit ein wunderbares Bild, dessen Wirkung sich auch der größte Weihnachtsmuffel kaum entziehen kann. Schon um 11 Uhr am Samstag, als es mit der 37. Auflage des Backnanger Weihnachtsmarkts los geht, strömen Hunderte von Menschen durch die Marktstraße, am Abend dann war es gar ein Gedränge in bester Straßenfestmanier. Gestern bei Regenschauern eher ein verhaltener Besucherandrang. Aber auf einen wärmenden Glühwein wollte eben manch einer dann doch nicht verzichten.

Schafe auf dem Marktplatz: Mit seinen Zehntausenden kleinen Lichtern und gemeinsam mit den beleuchteten Giebeln der altehrwürdigen Fachwerkhäuser verleiht der imposante Weihnachtsbaum dem Marktplatz einen vorweihnachtlichen Glanz. Unter dem Schutz seiner Zweige schmiegt sich ganz in seiner Nähe ein Stall an den Berg. Dort sind während des Weihnachtsmarktes Shropshire-Schafe zu Gast, die vor allem bei den Kindern beliebt sind. In der Weihnachtsgeschichte haben Schafe eine ganz besondere Rolle – sie haben gemeinsam mit den Hirten die himmlischen Heerscharen als Verkünder der Geburt Christi gesehen und waren dann auch bei der Geburt selbst zugegen.

Kein Weihnachtsmarkt ohne Rote: Wurst und Glühwein, na klar, aber wer sucht, der findet auch Jagertee oder einen winterlich-karibischen Punsch. Die Weihnachtszeit ist seit jeher auch die schönste Zeit für Schleckermäuler und Genießer. Der Backnanger Weihnachtsmarkt hat neben seinem Angebot aus beliebten Klassikern wie Bratwurst, Plätzchen und Waffeln durchaus auch einige Besonderheiten zu bieten: Vom Gaisburger Marsch, Gulaschsuppe und heimischen Wildspezialitäten über exotischen Langosch, Souflaki bis hin zu Piroschki – es bleiben keine Wünsche offen. „Die Gulaschsuppe ist am besten. Die wärmt“, rät Brigitte Lenzhach aus Oppenweiler ihrer Freundin. Sie hat sich aber für Maultaschen entschieden: „Die wärmen auch“, ist sie sich sicher.

Handgemachte Geschenkideen: Vorweihnachtszeit bedeutet auch stressige Einkaufszeit – wer keine Lust hat, durch überfüllte Geschäfte zu hetzen, findet im Backnanger Weihnachtsmarkt eine Alternative. Ob Wollsocken, Kerzen, Spielzeug, Dekoartikel oder selbst gemachte Marmeladen, Backmischungen und Brotaufstriche – eine Kleinigkeit findet der Besucher immer. Der Erlös kommt nicht selten einem guten Zweck zu.

Premiere fürs Märchenzelt: Zum ersten Mal finden Besucher das Foyer des historischen Rathauses ganz anders vor: Ein Märchenzelt ist aufgespannt, dekoriert mit Lichterketten und Sternen. Kleine Bänke, geliehen vom Kindergarten Bregenzer Straße, und wenige Stühle aus dem Sitzungssaal des Rathauses stehen bereit. Kerstin Stoppel, Leiterin vom Waldkindergarten, stimmt einige Töne auf der Gitarre an: „Das Stadtmarketing hat diese Veranstaltung zum Weihnachtsmarkt organisiert. Das ist eine schöne Sache. Verschiedene Märchenerzähler lesen den Kindern eine Geschichte vor, umrahmt von weihnachtlichen Liedern.“ Groß und Klein zeigen sich begeistert: „Bis zu 40 Zuhörer hatten wir bisweilen hier im kleinen Zelt, das wurde kuschelig“, sagt Stoppel. Auf Initiative des Stadtmarketings hin hatten sich unter anderem Lehrer bereit erklärt, Geschichten zu erzählen. Beispielsweise Peter Geiger von der Eduard-Breuninger-Schule. Gespannt verfolgen die Kinder seine Geschichte „Engel sein ist ganz schön schwer“.

Musikalische Umrahmung: Weihnachtliche Klänge gehören dazu: Vom klassischen Chorgesang über flotte Marschmusik bis hin zu modernem Pop deckt die musikalische Bandbreite auf dem Christkindlesmarkt alles ab. Zahlreiche Vereine haben ein stimmungsvolles Repertoire zusammengestellt. Immer im Wechsel gibt es ein Ständchen auf der Waldbühne am Stiftshof und auf dem Marktplatz.

Der Schönste von allen: Jahr für Jahr werden die schönsten Stände auf dem Weihnachtsmarkt prämiert: Nicht gerade leicht fiel der Jury des Gewerbevereins und des Stadtmarketing-Vereins diese Aufgabe. Viele Standbetreiber hatten sich besonders große Mühe gegeben, ihren Stand herzurichten. Die Wahl des Gewerbevereins fiel dann auf die folgenden herausragend dekorierten Stände: Der erste Preis ging an Stiftskirchengemeinde Backnang auf dem Stiftshof, den zweiten Preis verlieh man an die Mörikeschule auf dem Marktplatz und mit dem dritten Preis wurde die Mennoniten-Gemeinde Backnang versehen. Der Sonderpreis des Stadtmarketing–Vereins geht dieses Jahr an Milona Panagiota. „Der Stand bestach durch die liebevoll hergestellten mediterranen Weihnachtskrippen in schön geschmücktem Ambiente“, so Simon Köder vom Stadtmarketing.

Leckeres aus den Partnerstädten: Wie immer, wenn in Backnang etwas los ist, fehlen auch die Partnerstädte nicht. Heißer Tee am Chelmsforder Stand, französischen Honig gibt es am Stand des Annonayer Partnerschaftskomitees, wohingegen das ungarische Bácsalmás mit würziger Paprikapaste und Quittenbrot lockt. Dort hätte sich so mancher Weihnachtsmarktbesucher sicher eine heiße Portion ungarisches Gulasch gewünscht. Aber Tipps zum Selberkochen haben die Damen am Stand gratis parat.

Besuch vom Nikolaus: Einer darf auf dem Weihnachtsmarkt nicht fehlen: der Nikolaus. Dem Mann in Rot können die kleinen Weihnachtsmarktbesucher gleich an mehreren Stellen begegnen. Manche Kinder verstecken sich verschüchtert hinter dem Rücken des Papas. So auch der vierjährige Maximilian. Erst nachdem der Nikolaus sich vor ihm in die Hocke setzt und ihm zeigt, was er für Süßigkeiten dabei hat, leuchten die Augen des Jungen.

Impressionen vom Backnanger Weihnachtsmarkt gibt es in unserer Bildergalerie unter www.bkz-online.de. Fotos im Netz
Auf dem Weihnachtsmarkt darf der Nikolaus nicht fehlen. Er schenkte den Kindern Süßigkeiten.

© Pressefotografie Alexander Beche

Auf dem Weihnachtsmarkt darf der Nikolaus nicht fehlen. Er schenkte den Kindern Süßigkeiten.

Das Foyer des historischen Rathauses einmal anders: Im Märchenzelt konnten Kinder verschiedenen Liedern und Märchen lauschen. Fotos: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Das Foyer des historischen Rathauses einmal anders: Im Märchenzelt konnten Kinder verschiedenen Liedern und Märchen lauschen. Fotos: A. Becher

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Erstellt:
3. Dezember 2018, 06:00 Uhr

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