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Clooney bietet dem Sultan die Stirn

Schwulen in Brunei droht Steinigung: Promis boykottieren weltweit Luxushotels des Sultans

BRunei /DPA - In Brunei droht Schwulen und Lesben von diesem Mittwoch an die Todesstrafe. An die Spitze des internationalen Protests hat sich George Clooney (57) gesetzt. Für das Online-Portal Deadline hat der Schauspieler jetzt selbst noch einmal erläutert, warum er so nachdrücklich gegen den Sultan von Brunei, Hassanal Bolkiah (72), mobilmacht.

In dem Kleinstaat auf Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, steht auf gleichgeschlechtlichen Sex die Todesstrafe durch Steinigung. Die Empörung darüber ist groß. Die Vereinten Nationen forderten das Mitgliedsland auf, die Strafen nicht in Kraft zu setzen. Von zahlreichen westlichen Regierungen kommt Protest. Das Auswärtige Amt in Berlin bestellte Bruneis Botschafterin ein. Amnesty International appellierte, auf unmenschliche Strafen zu verzichten. Die meiste Aufmerksamkeit bekam jedoch Clooney. Der Schauspieler rief dazu auf, alle Luxushotels zu boykottieren, die dem Sultan gehören. Andere Promis wie Elton John und Jamie Lee Curtis schlossen sich an.

Dazu muss man wissen, dass der Sultan nicht nur einer der dienstältesten (seit 1967), sondern auch einer der reichsten Monarchen der Welt ist. Sein Vermögen wird, dank enormer Mengen an Erdgas und Öl, auf viele Milliarden Euro geschätzt. Von drei Frauen hat er zwölf Kinder. Zudem ist Bolkiah nicht nur Sultan, sondern auch noch Regierungschef, Außen-, Finanz- und Verteidigungsminister sowie Oberhaupt der Staatsreligion in Form des sunnitischen Islam.

In seinem Immobilienbesitz befinden sich neun Luxushotels in aller Welt: beste Adressen wie das Beverly Hills und das Bel Air in Los Angeles, das Dorchester in London oder das Plaza Athenée in Paris. In einigen davon gehörte auch Clooney schon zu den Gästen. Künftig will er dort nicht mehr hin. Andere sollen es ihm gleichtun. „Man kann die bösen Kerle nicht gut machen“, meint er. „Aber man kann die guten Kerle davon abhalten, Komplizen zu werden.“

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Erstellt:
3. April 2019, 14:19 Uhr

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