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Commerzbank wehrt sich gegen Verkaufsgerüchte

Bankchef Zielke hält sein Institut auch allein für stark genug

Berlin /DPA - Nach dem Abbruch der Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank stemmt sich Commerzbank-Chef Martin Zielke gegen Gerüchte über einen Verkauf seines Instituts ins Ausland. „Wir sind alleine stark genug, um unseren Weg zu gehen“, sagte Zielke der „Welt am Sonntag“. Medienberichten zufolge sollen sowohl die italienische Unicredit als auch die niederländische ING Interesse an der Commerzbank gezeigt haben.

Sowohl die Unicredit als auch die ING sind mit eigenen Einheiten im deutschen Privatkundengeschäft aktiv und könnten diese aufwerten. Laut Bankenexperte Jan Pieter Krahnen wäre die Commerzbank als Ganzes durchaus interessant für Wettbewerber – „vorausgesetzt die Aufstellung des Instituts wird radikal verändert, verbunden mit Stellenabbau“, sagte der Frankfurter Professor für Kreditwirtschaft und Finanzierung. „Wir haben eine klare Strategie, aber auch die muss immer wieder auf den Prüfstand“, sagte Zielke. Dies bedeute jedoch nicht, dass man es nicht allein schaffen könne.

Für die Deutsche Bank könnte eine Übernahme der Commerzbank durch ein ausländisches Institut zum Problem werden. Denn dann dürfte sie einem starken Wettbewerber gegenüberstehen. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing gibt sich aber gelassen. „Dazu kann es natürlich kommen. Aber auch damit könnten wir umgehen“, sagte Sewing der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Ein möglicher Käufer aus dem Ausland wäre „zum einen mindestens ein bis zwei Jahre nur mit deren Integration beschäftigt. Und zum anderen wären wir dann die einzige wirklich deutsche Bank mit internationalem Netzwerk.“

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Erstellt:
29. April 2019, 03:12 Uhr

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