Container als Übergangslösung

An der Kita Im Wiesental in Allmersbach im Tal wird eine neue Regelgruppe Platz finden.

Die Parkfläche neben der Betreuungseinrichtung Im Wiesental in Allmersbach im Tal (im Bild) eignet sich besser als Standort für die Containerlösung als die Kita im Mozartweg. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Die Parkfläche neben der Betreuungseinrichtung Im Wiesental in Allmersbach im Tal (im Bild) eignet sich besser als Standort für die Containerlösung als die Kita im Mozartweg. Foto: A. Becher

Von Bernhard Romanowski

ALLMERSBACH IM TAL. Bis zum Frühjahr soll die Kinderbetreuung in der Gemeinde Allmersbach im Tal ausgebaut werden. Weil es künftig knapp werden könnte, was das bestehende Angebot in der Gemeinde angeht, hatte die Gemeindeverwaltung bereits eine städtebauliche Voruntersuchung, so der fachliche Name, in Auftrag gegeben.

Darin wurde die räumliche Erweiterung der beiden bestehenden Kindertagesstätten erörtert. Mittlerweile haben auch die Ratsmitglieder ihre Köpfe zusammengesteckt und darüber diskutiert. Ihrem Beschluss gemäß wird nun eine sogenannte Interimslösung umgesetzt: Auf der Parkfläche der Kita Im Wiesental 18 wird mittels Container eine Regelkindergartengruppe eingerichtet. So will man vorerst dem kurzfristigen Bedarf Rechnung tragen. Die Gemeindeverwaltung ist dabei, ein Leistungsverzeichnis aufzustellen, um damit auf die Anbieter solcher Containerbauten zuzugehen und die Kosten abzufragen, die je nach Angebot auf die Gemeinde zukommen könnten.

Die neue, als Übergangslösung gedachte Variante soll voraussichtlich bis zum Beginn des kommenden Frühjahrs in Betrieb gehen, wie die Allmersbacher Hauptamtsleiterin Patrizia Rall auf Nachfrage sagte. Die Gruppe wird für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren eingerichtet. Sie wird sechs Stunden geöffnet sein. Die Öffnungszeiten sind von 7.30 bis 13.30 Uhr.

Die topografischen Gegebenheiten an der Kita Im Wiesental sind eher für die Aufstellung von Containern geeignet, so Rall weiter. Das Gelände am Mozartweg sei dagegen zu abschüssig. Der Container wird dann so aufgestellt, dass er problemlos fußläufig über die bestehende Einrichtung Im Wiesental erreichbar ist und die Außenspielfläche der Kita nicht tangiert wird. Allerdings fallen wohl einige Parkplätze weg. Das Problem, dass ein Anbau im nördlichen Bereich der Kita Im Wiesental außerhalb der festgesetzten Baugrenze nicht ohne eine Änderung des Bebauungsplans möglich gewesen wäre, umgeht man mit der Interimslösung. Der besagte Bereich besteht im Übrigen auch aus Überflutungsflächen des angrenzenden Allmersbachs nach HQ-Extrem. „Es könnte also bei extremen Hochwasserabflüssen zur Überflutung eines Anbaus kommen“, heißt es in der Voruntersuchung des Planungsbüros Roosplan, dessen Mitarbeiter sich die infrage kommenden Bereiche für einen Kita-Bau genau angesehen haben, darunter auch eine Fläche am Sportgelände Bildäcker. Für die neue Regelgruppe, die den Container nutzen wird, sind laut Hauptamtsleiterin 1,9 Stellen – eine Vollzeit- und eine Teilzeitstelle – zu besetzen, die nun ausgeschrieben werden. Die Stellenbesetzung wird laut Rall nicht ganz so einfach, da der Personalmarkt im Betreuungsbereich leer sei. Im November treffen sich die Gemeinderatsmitglieder zu einer Klausurtagung, um das Thema Kinderbetreuung und den möglichen An- oder Neubau von Einrichtungen sowie die entsprechende Größe und die Standorte zu erörtern. Ein Tagesordnungspunkt wird auch das Thema Waldkindergarten sein, wie Patrizia Rall mitteilte. Bürgermeister Ralf Wörner machte zuletzt gegenüber den Ratsmitgliedern klar, dass über einen Neubau mit Kapazität für zwei, optional bis zu drei Kindergartengruppen zu sprechen sei. Eine Interimslösung müsse in jedem Fall auch als solche verstanden werden und dürfe sich nicht zur Dauerlösung entwickeln, so Wörner.

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Erstellt:
5. November 2020, 06:00 Uhr

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