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Corona-Auflagen: Schausteller und Markthändler protestieren

dpa/lsw Stuttgart. Nichts geht mehr für die Schausteller in Baden-Württemberg. Die Corona-Auflagen legen ihnen enge Ketten an. Seit Monaten stehen Achterbahnen, Kettenkarusselle und Autoscooter still. Deshalb machen die Betreiber jetzt mobil - auf der Straße, nicht auf der Kirmes.

Requisiten, die für den Weihnachtsmarkt bestimmt sind. Foto: Uli Deck/dpa

Requisiten, die für den Weihnachtsmarkt bestimmt sind. Foto: Uli Deck/dpa

Mit einem Protestzug durch die Stadt und einer Kundgebung wollen Schausteller aus dem ganzen Land heute gegen die strengen Corona-Auflagen demonstrieren. Rund 1000 von ihnen werden erwartet, wenn sich der Korso aus 600 Fahrzeugen auf dem Cannstatter Wasen, dem Schauplatz der jährlichen großen Volksfeste, Richtung Innenstadt in Bewegung setzen soll (12.30). Zur Kundgebung hat sich auch die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) angesagt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat nach Schätzungen des Schaustellerverbandes im Südwesten etwa jeder fünfte Unternehmer in der Branche aufgegeben. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagte der baden-württembergische Verbandsvorsitzende Mark Roschmann im Vorfeld des Protests. Die Corona-Auflagen kämen einem Berufsverbot gleich. Sorgen bereite den Schaustellern angesichts des Verbots von Großveranstaltungen vor allem die noch ausbleibende Perspektive für die Herbstfeste und Weihnachtsmärkte.

Anfang Juli hatten bereits rund 1600 Schausteller in Berlin für Erleichterungen bei den Corona-Einschränkungen demonstriert.

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Erstellt:
23. Juli 2020, 06:54 Uhr

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