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Corona: Nachfrage nach Puzzles bei Ravensburger steigt

dpa/lsw Ravensburger. In der Corona-Krise sind die Menschen angehalten, möglichst daheim zu bleiben - und das führt offenbar zu einer vermehrten Lust auf Puzzles. Beim Spielehersteller Ravensburger stieg die Nachfrage danach sprunghaft an, wie ein Sprecher am Freitag sagte. Man habe zwar schon vor der Corona-Pandemie steigende Verkäufe verzeichnet. Aber aktuell sei die Situation ähnlich wie in der Hochsaison vor Weihnachten. „So, dass Puzzles inzwischen im Handel oft ausverkauft sind und nicht schnell genug nachgeliefert werden können.“ Auch bei Brettspielen und Kinder- und Jugendbüchern sei die Nachfrage deutlich gestiegen.

Spiele der Marke Ravensburger liegen übereinander auf einem Tisch. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild

Spiele der Marke Ravensburger liegen übereinander auf einem Tisch. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild

Der Anteil des Online-Geschäfts am Umsatz von Ravensburger liege insgesamt bei 30 Prozent, sagte der Sprecher weiter. Wie sehr die Nachfrage dort gestiegen ist, - auch vor dem Hintergrund, dass die meisten Läden derzeit geschlossen sind - lasse sich in Zahlen aber noch nicht benennen. Zuvor hatte auch die „Schwäbische Zeitung“ (Freitag) berichtet.

Die Puzzleproduktion und Logistik arbeiteten zwar unter Hochdruck, um die hohe Nachfrage zu bedienen, sagte der Sprecher weiter. „Dies stößt jedoch an Grenzen, weil verschärfte Hygiene-Maßnahmen gelten und nur in entzerrten Schichten gearbeitet werden kann, um die Kontakte der Mitarbeiter auf ein Minimum zu begrenzen. Zudem ist Ravensburger wie viele andere Unternehmen auch von Zulieferern abhängig, die in der Coronakrise unter Druck geraten.“

Eine weitere Schwierigkeit sei momentan der Weg zum Kunden: „Ein großer Teil des Handels ist geschlossen, andere Händler wiederum konzentrieren sich auf die Bevorratung mit Lebensmitteln, Babyprodukten oder Drogerie- und Hygieneartikeln, die absolut unverzichtbar sind“, sagte der Sprecher. „Puzzles gelten trotz der enormen Nachfrage von Kunden nicht als systemrelevant.“

Ravensburger gehe daher davon aus, dass sich die Coronakrise trotz der hohen Puzzle-Nachfrage deutlich negativ auf die Geschäfte des Unternehmens auswirken wird. 2019 stiegen die Umsätze von Ravensburger im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent auf rund 524 Millionen Euro. Zum Ergebnis macht die Unternehmensgruppe keine Angaben.

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Erstellt:
3. April 2020, 12:13 Uhr

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