Corona-Teststellen-Betreiber weisen Betrugsvorwurf zurück

dpa Bochum. Zwei Unternehmern aus dem Ruhrgebiet wird Millionenbetrug mit zu Unrecht abgerechneten Coronatests vorgeworfen. Zum Prozessauftakt lässt der Hauptangeklagte die Anschuldigungen zurückweisen.

Die beiden Angeklagten wird vorgeworfen, das Vielfache der tatsächlich durgeführten Tests abgerechnet zu haben. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Die beiden Angeklagten wird vorgeworfen, das Vielfache der tatsächlich durgeführten Tests abgerechnet zu haben. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Ein Prozess um einen mutmaßlichen Millionenbetrug mit zu Unrecht abgerechneten Coronatests hat am Donnerstag beim Bochumer Landgericht begonnen.

Die Staatsanwaltschaft wirft einem 48-Jährigen und seinem 26 Jahre alten Sohn vor, als Betreiber von mehr als 70 Teststellen in ganz Deutschland den Staat um rund 25 Millionen Euro betrogen zu haben. Im März und April 2020 sollen von den Angeklagten rund eine Million Bürgertests abgerechnet worden sein, die tatsächlich gar nicht durchgeführt worden seien.

Zu Prozessbeginn gab der Verteidiger des älteren Hauptangeklagten eine Erklärung ab, in der er die Vorwürfe im Wesentlichen zurückwies. „Wir gehen davon aus, dass die Abrechnungen - wenn auch mit einer gewissen Unschärfe - richtig sind und dass die abgerechneten Tests den durchgeführten Tests weitestgehend entsprechen“, hieß es in der Stellungnahme des Rechtsanwalts. Die beiden Angeklagten wollen sich selbst derzeit nicht zu den Anschuldigungen äußern.

© dpa-infocom, dpa:211202-99-229178/2

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Erstellt:
2. Dezember 2021, 13:10 Uhr

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