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Corona: Weinköniginnen dürfen länger im Amt bleiben

dpa/lsw Weinsberg/Freiburg. Corona hat den Weinköniginnen im Land die Amtszeit vermasselt. Deshalb wird diese jetzt verlängert. Zugleich wird über Reformen der Wahl selbst nachgedacht. Allgemeinbildung soll dabei eine größere Rolle spielen.

Corona hat den Weinköniginnen in Baden und Württemberg eine ereignisarme und langweilige Amtszeit beschert. Deshalb haben die Weinbauverbände in beiden Landesteilen beschlossen, dass sich deren Amtszeit um jeweils ein Jahr verlängert. Nach einer entsprechenden Entscheidung der Badener Anfang Mai haben jetzt auch die Württemberger die reguläre Wahl Anfang Dezember 2020 abgesagt. „Wir geben den Hoheiten durch die Verlängerung der Amtszeit die Möglichkeit, im kommenden Jahr das Weinbaugebiet Württemberg in gewohnter Weise zu repräsentieren“, betonte der Geschäftsführer des Verbandes, Hermann Morast, am Freitag in Weinsberg (Kreis Heilbronn). Zugleich eröffnet die längere Amtszeit den Verbänden und ihren Königinnen die Möglichkeit, die Wahl zu modernisieren.

Herrscherin in Württemberg ist derzeit Tamara Elbl; die Prinzessinnen Henrike Heinicke und Franziska Pfizenmeyer unterstützen sie. Auf badischer Seite amtiert Sina Erdrich flankiert von Hanna Mussler und Simona Maier.

In Baden vertritt man eine ähnliche Position wie die Nachbarn. „Für die Hoheiten wäre das ein verlorenes Jahr gewesen“, erläutert Vizegeschäftsführer Holger Klein vom Verband in Freiburg. Termine und sonst im Frühjahr anlaufende Weinfeste habe Weinkönigin Erdrich wegen der Pandemie gar nicht wahrnehmen und genießen können.

Langsam fülle sich der Terminkalender: So habe Erdrich vergangene Woche mit der Deutschen Weinkönigin Angelina Vogt Betriebe besucht. Ein Teil der Aufgaben der Hoheit sei ins Internet verlagert worden. „Online-Weinproben in sozialen Medien kommen gut an.“ Die nächste Wahl findet in Baden dann am 19. Juni 2021 statt.

Auch in Württemberg sitzen Weinkönigin Elbl und ihre Prinzessinnen im Home-Office und unterstützen die Winzer bei Online-Verkostungen. Die Absage der Wahl ist aus Sicht des Verbandes ein guter Anlass, die Wahl der Königin etwas zu entstauben. Der württembergische Verbandspräsident Hermann Hohl sagte: „Die Veranstaltung braucht einen neuen Anstrich.“ Die Fragen der Jury müssten weniger fachspezifisch sein, zumal immer mehr Kandidatinnen den Weinbau nicht von Kindesbeinen erlebt hätten. Die Fragen müssten mehr auf Allgemeinbildung abzielen. Die Wahl der Repräsentantin des Weinbaus müsse überdies glamouröser vonstatten gehen. „Ich kann mir da eine Gala oder einen Ball vorstellen.“

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Erstellt:
10. Juli 2020, 13:15 Uhr

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