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Coronavirus: Säbel-Weltcup doch nicht in Tauberbischofsheim

dpa Tauberbischofsheim. Der wegen des Coronavirus aus Italien nach Tauberbischofsheim verlegte Weltcup der Säbelfechter darf nun doch nicht stattfinden. Das zuständige Landratsamt habe am Donnerstagmorgen „starken Druck“ auf die Veranstalter ausgeübt, das Turnier vom 6. bis zum 8. März „umgehend abzusagen“, teilte der Deutsche Fechter-Bund am Freitag mit. Die Behörde begründete die Entscheidung mit der steigenden Infektionsgefahr.

Fechtausrüstung hängt in einer Trainingshalle. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa/Archivbild

Fechtausrüstung hängt in einer Trainingshalle. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa/Archivbild

„Vor dem Hintergrund der sich aktuell dynamisch entwickelnden Lage der Corona-Infektionen“, zitierten die „Stuttgarter Nachrichten“ am Donnerstag aus einem Schreiben von Reinhard Frank (CDU), sei die Verlegung „unverantwortlich und inakzeptabel. Aufgrund unserer Verantwortung für den Schutz der Menschen in unserem Landkreis erwarten wir, dass der Fechtclub von dieser Veranstaltung Abstand nimmt.“ Das Sozialministerium in Baden-Württemberg hatte am Donnerstagabend von acht Infektionsfällen in dem Bundesland berichtet.

Der DFeB hatte am Rosenmontag erklärt, den Weltcup ausrichten zu wollen, nachdem die norditalienische Stadt Padua nach der Ausbreitung von Sars-CoV-2 als Gastgeber nicht mehr infrage gekommen war. Für das deutsche Säbel-Team von Bundestrainer Vilmos Szabo wäre es auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio ein Heimspiel gewesen. Die Mannschaft um Max Hartung hat als Vierte der Gesamtwertung beste Aussichten auf die Qualifikation. Ob der Weltcup an anderer Stelle nachgeholt wird, blieb zunächst offen.

Der Verband distanziere „sich deutlich von den formulierten Vorwürfen vom Landrat des Main-Tauber-Kreises“, sagte DFeB-Sportdirektor Sven Ressel: „Von unverantwortlichem und inakzeptablem Handeln kann nicht die Rede sein. Schutzmaßnahmen wurden vorbereitet, jedoch wurde uns weder vom Gesundheitsamt noch vom Landrat die Gelegenheit geboten, hierüber sachlich aufzuklären und dann im Dialog eine Entscheidung zu treffen.“

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Erstellt:
28. Februar 2020, 11:11 Uhr

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