Daimler will keine Mercedes-Pkw mehr in Brasilien bauen

dpa Stuttgart. Der Autobauer Daimler zieht die Konsequenz aus dem wirtschaftlichen Niedergang Brasiliens in den vergangenen Jahren und beendet die Produktion von Pkw der Stammmarke Mercedes-Benz in dem Land. Die schon länger schwierige wirtschaftliche Situation Brasiliens sei durch die Corona-Krise noch verschlimmert worden, was zu einem Rückgang der Verkaufszahlen von Oberklasse-Pkw geführt habe, teilten die Stuttgarter am Donnerstagabend mit. Im Zuge des laufenden Konzernumbaus und der angestrebten bestmöglichen Kapazitätsauslastung sei daher entschieden worden, die Pkw-Produktion in Brasilien auslaufen zu lassen. Betroffen seien 370 Angestellte.

Die Zentrale der Daimler AG in Stuttgart. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Die Zentrale der Daimler AG in Stuttgart. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Ganz überraschend kommt der Schritt nicht. Vor einigen Monaten erst hatte sich ein für Brasilien zuständiger Daimler-Manager in einem „Handelsblatt“-Interview verhalten zum brasilianischen Markt geäußert. Ganz zieht sich Daimler allerdings nicht aus dem südamerikanischen Land zurück. Das Unternehmen wird dort weiterhin Lkw und Busteile produzieren.

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Erstellt:
17. Dezember 2020, 18:20 Uhr

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