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DAK: Krankenstand auch während Corona stabil

dpa/lsw Stuttgart. Corona hat offenbar keinen Einfluss auf die Krankmeldungen im Land - obwohl die Beschäftigten sich wegen der Pandemie auch telefonisch krank melden konnten. Ein Hinweis, diese Möglichkeit beizubehalten?

Trotz der Corona-Pandemie ist der Krankenstand in Baden-Württemberg im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,1 Prozent gesunken. Das ist das Ergebnis des DAK-Gesundheitsreports, für den Daten von 300 000 der bundesweit insgesamt 5,6 Millionen DAK-Mitglieder ausgewertet wurden. Beim Südwestableger der Barmer Ersatzkasse wurde fürs Land ebenfalls ein leichter Rückgang festgestellt. Allerdings hat bei beiden der Statistik zufolge die Zahl der Atemwegserkrankungen zugenommen.

Mehr als die Hälfte aller Fehltage im ersten Halbjahr gehen auf drei Krankheitsarten zurück, heißt es in dem DAK-Report, der der dpa vorliegt. An erster Stelle stehen Erkrankungen des Atmungssystems, die für 21 Prozent aller Krankheitstage verantwortlich zeichneten. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent angestiegen.

Das Niveau der Atemwegsprobleme liegt jedoch laut DAK immer noch unter dem des schweren Grippejahres 2018, was DAK-BW-Chef Siegfried Euerle auch auf die umfangreichen Hygienemaßnahmen zurückführt. Auch die Barmer Ersatzkasse verzeichnet bei Atemwegserkrankungen einen Anstieg; es lasse sich nicht ausschließen, dass die Zahl durch Nachmeldungen noch steige.

Der ursprüngliche Spitzenreiter beim Krankschreibungsgrund - Muskel- und Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen - ging derweil um 6 Prozent zurück. An dritter Stelle kamen mit einem Rückgang von 5 Prozent die psychischen Leiden.

Als Erfolg wertet man bei der DAK die Krankmeldung per Telefon. Entgegen der Erwartungen sei ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit trotzdem ausgeblieben, obwohl die telefonische Krankschreibung noch bis Ende Mai möglich gewesen sei, sagte DAK-Chef Euerle. „Das zeigt, dass einfache Lösungen für das Krankschreibungs-Geschehen sehr sinnvoll sind.“ Man müsse nicht nur bei Covid-19, sondern bei vielen Erkrankungen generell die Ansteckungsgefahr bedenken. Die DAK begrüße deshalb Lösungen wie die Video-Sprechstunde.

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Erstellt:
21. August 2020, 05:49 Uhr

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