Dank Schick: Bayer vom Jäger zum Gejagten

Der Stürmer schießt Leverkusen gegen RB Leipzig fast im Alleingang zum Sieg. Nun hat die Werkself beste Karten.

Von dpa

Leverkusen - Patrick Schick gönnte sich als Belohnung für seinen Dreierpack gegen RB Leipzig und den Sprung auf einen Champions-League-Platz mit Bayer Leverkusen ein „gutes Abendessen“. Und als Dessert gab es nach dem 4:1(2:0)-Sieg der Werkself im Duell mit dem Tabellendritten der Fußball-Bundesliga ein Extra-Lob von Kasper Hjulmand.

„Patrik hat die ganze Saison ein bisschen gekämpft, aber jetzt wirkt er scharf und frisch. Er ist ein super Abschluss-Spieler und übernimmt auch als Führungsspieler mehr Verantwortung“, würdigte der Bayer-Coach den treffsicheren Tschechen.

Mit seinen Saisontoren Nummer 13, 14 und 15 krönte der gefeierte Schick einen starken Auftritt der Leverkusener, die als Tabellenvierter plötzlich aus eigener Hand das Ticket für die Königsklasse lösen können. „Das war eine sehr gute Leistung von uns. Wir haben gezeigt, dass wir da sind. Wenn wir nächste Woche in Stuttgart und danach gegen Hamburg genauso spielen, bin ich mir sicher, dass wir die Champions League schaffen“, sagte der Matchwinner.

Der Grat, auf dem sich Bayer bewegt, ist allerdings schmal. Denn die Rivalen VfB Stuttgart und TSG Hoffenheim haben wie Leverkusen 58 Punkte auf dem Konto. Jeder Ausrutscher im Saison-Endspurt kann daher den Absturz auf einen Europa-League-Startplatz bedeuten. „Momentan sind wir auf dem richtigen Weg. Aber wir wissen, dass wir in dieser Saison so viele einfache Punkte liegen gelassen haben. Leider müssen wir jetzt noch bis zum letzten Spiel kämpfen. Alles ist offen“, sagte Schick mit Blick auf die Tabelle. Sein Formhoch kommt für Bayer also zur rechten Zeit. „Ich treffe derzeit ganz gut. Das ist schön“, befand der 30-Jährige. Und Hjulmand stellte zufrieden fest: „Im Strafraum ist er sehr, sehr scharf.“

Obwohl Bayer dank des Gala-Auftritts gegen Leipzig und des vorangegangenen Unentschiedens zwischen den Rivalen Hoffenheim und Stuttgart vom Jäger zum Gejagten geworden ist, will Hjulmand in den ausstehenden zwei Partien nichts an der Herangehensweise ändern. „Wir jagen weiter – das nächste Tor, den nächsten Sieg. Wir können nicht passiv agieren“, sagte der Coach.

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Erstellt:
3. Mai 2026, 22:06 Uhr
Aktualisiert:
3. Mai 2026, 23:58 Uhr

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