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Das Aus einer Geburtsklinik

Entwicklung Im September 2018 wurde bekannt, dass die Geburtshilfe imStuttgarter Charlottenhaus geschlossen wird. Der Träger des Hauses, das Robert-Bosch-Krankenhaus, konnte keinen Nachfolger für den langjährigen Sprecher der Belegärzte, Kurt Götz Wurster, finden. Wurster hat seine klinische Tätigkeit zum Jahresende aufgegeben. Als Gründe für die erfolglose Suche wurden vom RBK unter anderem die hohen Haftpflichtprämien, die für Belegärzte gelten, angeführt, aber auch der Fachkräftemangel bei den Ärzten.

Traditionsreiches Haus Am 21. Dezember 2018 hatte die traditionsreiche Geburtsklinik ihren letzten Tag. Sie war bis dahin das einzige Haus in Stuttgart, das sowohl auf Belegärzte als auch auf Beleghebammen setzte – in der St.-Anna-Klinik arbeiten zwar Belegärzte, die Hebammen sind aber angestellt. Im Charlottenhaus kamen 2017 insgesamt 944 Kinder auf die Welt, 2018 waren es trotz des verkürzten Dezembermonats immerhin noch 918 Geburten.

Tipp Aufgrund der angespannten Situation in der Geburtshilfe wird Schwangeren empfohlen, sich mindestens zwei Geburtskliniken vor der Entbindung anzusehen, da es immer der Fall sein kann, dass alle Kreißsäle in der Wunschklinik belegt sind. Positiv für Schwangere, aber gerade auch für die Hebammen in den Stuttgarter Geburtskliniken ist, dass die Häuser inzwischen an das Rettungsdienstsystem angeschlossen sind. Mit einem Blick auf den Bildschirm können die Hebammen seit wenigen Wochen ermitteln, wo ein Kreißsaal frei ist – und gezielt anrufen, um eine Schwangere anzukündigen. (vv)

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Erstellt:
7. Februar 2019, 03:14 Uhr

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