Das Belegungspotenzial in Backnang ist am Limit

Zur Erstellung der Klimaschutzbilanz des Rems-Murr-Kreises werden auch die Außenstellen des Landratsamts in der Murr-Metropole bewertet.

Der Innenhof des Backnanger Landratsamts an der Erbstetter Straße 58 steht auf der Sanierungsliste. Dort sollen zudem auch weitere Radstellplätze geschaffen werden. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Becher

Der Innenhof des Backnanger Landratsamts an der Erbstetter Straße 58 steht auf der Sanierungsliste. Dort sollen zudem auch weitere Radstellplätze geschaffen werden. Foto: A. Becher

Von Bernhard Romanowski

BACKNANG. Derzeit sind in Backnang fünf Adressen verortet, die als Liegenschaften des Rems-Murr-Kreises auch eine Rolle in der Klimabilanz des Kreises spielen. Sie werden aber zumeist von den Bürgern als drei Standorte wahrgenommen. Es handelt sich um die Außenstelle des Landratsamts in der Erbstetter Straße 58 und die dortige Villa Kaess mit zusammen 158 Mitarbeitern (Standort 1), um den Standort 2 in der Karl-Krische-Straße 4 und in der Stuttgarter Straße 109, die beide von der Kreisbaugruppe angemietet und wo 66 Mitarbeiter tätig sind, sowie zu guter Letzt um den Standort 3 am Obstmarkt 7. Dort sind acht Kreismitarbeiter beschäftigt.

„Die Gebäude an diesen Standorten weisen eine maximale Belegung auf. In den bestehenden Raumstrukturen sind ohne eine Änderung des Nutzungskonzepts keine Anpassungen beziehungsweise weiteren Verdichtungen umsetzbar“, erklärt die Kreisverwaltung mit Blick auf die Arbeitsplätze an den Standorten. Es komme hinzu, dass die Gebäude durch einen hohen Anteil an Beton (Erbstetter Straße 58) und historische Strukturen (Villa Kaess) oder eine Kleinteiligkeit der Fläche insgesamt (Am Obstmarkt 7) eine geringe Grundrissflexibilität aufweisen. Auch dass einige Flächen angemietet sind, spielt hier eine Rolle. Durch eine Veränderung des Bürokonzepts könnten weitere Belegungspotenziale gehoben werden.

Die Backnanger Standorte der Kreisverwaltung verfügen über eine gute Anbindung an den ÖPNV.

So ist in der Überlegung, den Veranstaltungsraum der Stuttgarter Straße 109 so umzubauen, dass sechs weitere Arbeitsplätze entstehen. Die Standorte 1 und 2 werden beide mit Ökostrom versorgt. Eine Umrüstung auf LED-Beleuchtung ist zusätzlich für den Standort 1 vorgesehen. Die Nähe zum Bahnhof des Standorts 1 in der Erbstetter Straße sowie die Bushaltestellen in unmittelbarer Nachbarschaft stellen eine sehr gute Anbindung dar. Die Standorte 2 und 3 haben laut Kreisverwaltung ebenfalls eine gute Anbindung an den ÖPNV. „Für Mitarbeiter, die mit dem Rad zur Arbeit ins Backnanger Landratsamt an der Erbstetter Straße kommen, werden die bestehenden Duschkapazitäten im Rahmen des Förderprogramms Betriebliches und Behördliches Mobilitätsmanagement des Landes Baden-Württemberg erweitert“, so der Plan. Das soll auch am Standort Stuttgarter Straße erfolgen.

Zusätzlich zu den am Standort Erbstetter Straße bereits vorhandenen Radabstellplätzen sollen in diesem Jahr weitere 15 überdachte Fahrradabstellplätze im dortigen Innenhof errichtet werden, der im Übrigen auch auf der Sanierungsliste steht. Ergänzend befindet sich in der Tiefgarage ein Ladezentrum mit E-Rollern und Pedelecs. Auch ist bereits eine E-Ladestation für Dienstfahrzeuge etabliert worden. Dort sowie in der Stuttgarter Straße sollen weitere E-Ladestationen errichtet werden.

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Erstellt:
9. April 2021, 06:00 Uhr

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