Stuttgarter Sportwagenbauer
Das sind die Vorgänger des neuen Porsche-Chefs Michael Leiters
Oliver Blume war rund zehn Jahre lang Porsche-Chef. Nun steht Michael Leiters an der Spitze. Wer waren all seine weiteren Vorgänger? Ein Rückblick in Bildern.
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Michael Leiters ist seit dem 1. Januar 2026 der neue Vorstandschef bei Porsche.
Von Matthias Schmidt und Rouven Spindler
Für Michael Leiters startet das Jahr mit einem „besonderen Meilenstein“, wie er selbst schreibt. „Ich übernehme die, wie ich glaube, spannendste Position in der gesamten Automobilindustrie“, ergänzt der neue Porsche-Chef in einem Beitrag auf der Plattform LinkedIn.
Der 54-Jährige war bereits von 2000 bis 2013 bei dem Stuttgarter Sportwagenhersteller tätig gewesen. Zuletzt war er von Juli 2022 bis April 2025 Chef des britischen Sportwagenherstellers McLaren. Nun ist Leiters als Vorstandsvorsitzender zurück bei Porsche.
Chefposten bei Porsche: Michael Leiters folgt auf Oliver Blume
In Zuffenhausen folgt er auf Oliver Blume – inmitten einer Krise, in der das Unternehmen weitere massive Einsparungen fordert. Der Manager gab seine Doppelrolle als VW- und Porsche-Chef zum Jahresende auf und konzentriert sich inzwischen vollständig auf die Leitung des Volkswagen-Konzerns.
Bildergalerie: die Vorgänger von Michael Leiters
Blume stand bei Porsche zuvor seit 2015 an der Spitze. Doch wer bekleidete diese Position vor Oliver Blume und Michael Leiters? Darauf blicken wir in unserer Bildergalerie zurück. Viel Spaß beim Durchklicken.
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Der Gründer: Ferdinand Porsche aus dem nordböhmischen Maffersdorf (heute Vratislavice in Tschechien) lässt am 25. April 1931 ein Konstruktionsbüro in der Stuttgarter Kronenstraße 24 ins Handelsregister eintragen, die Dr. Ing. h.c. Porsche GmbH. Er hält 80 Prozent der Anteile, je zehn Prozent liegen bei seinem Schwiegersohn Anton Piech und dem Pforzheimer Ex-Rennfahrer und Geschäftsmann Adolf Rosenberger, der in den Anfangsjahren als kaufmännischer Geschäftsführer fungiert.
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In der Garage seiner Villa am Feuerbacher Weg entwickelt Ferdinand Porsche in Hitlers Auftrag den KdF-Wagen, der nach dem Krieg als VW Käfer bekannt wird und Porsches Ruhm begründet. Er steht bis Januar 1951 an der Spitze der Firma, aus der zuerst die Porsche KG und später die Porsche AG hervorgehen, die sich zur Weltmarke für Sportwagen entwickelt.
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Ende Januar 1951 übernimmt Ferry Porsche (stehend) von seinem Vater die Geschäftsführung. Er hat 1948 mit dem Modell 356, dem ersten in Serie gefertigten Sportwagen von Porsche, den Grundstein für den dauerhaften Erfolg gelegt. Er bleibt bis Mitte 1972 an der Spitze, danach sollen – nach diversen Auseinandersetzungen – keine Familienmitglieder mehr im operativen Geschäft von Porsche tätig sein.
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Der Motorenkonstrukteur Ernst Fuhrmann (rechts neben Ferry Porsche) wird 1972 der erste externe Manager an der Spitze des Unternehmens – zunächst als Sprecher des Vorstands, ab November 1976 als Vorstandsvorsitzender. Unter seiner Ägide werden die Modelle 924 und 928 mit Frontmotor entwickelt.
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Auf Fuhrmann folgt 1981 der Deutsch-Amerikaner Peter Werner Schutz. Er übernimmt in schwieriger Zeit: 1980 hat Porsche erstmals Verluste gemacht. Schon nach drei Wochen im neuen Amt trifft Schutz eine weitreichende Entscheidung. Er revidiert den Beschluss, das Modell 911 einzustellen. Bis heute kommt es in immer neuen Auflagen auf den Markt. Schutz bleibt bis Ende 1987.
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Der Finanzfachmann Heinz Branitzki steht rund zwei Jahre an der Spitze von Porsche: von 1988 bis März 1990. In seiner Zeit erholt sich Porsche von einer Krise, zu der unter anderem die zu große Abhängigkeit vom amerikanischen Markt beigetragen hat. Zum Vergleich: Porsche baute damals rund 30 000 Autos im Jahr. Heute sind es mehr als zehnmal so viele. 2022 lieferte Porsche nach eigenen Angaben 310 718 Fahrzeuge aus.
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Als Heinz Branitzki in den Ruhestand geht, übernimmt Arno Bohn von 1990 bis 1992 den Posten, ein vormaliger Manager der Computerfirma Nixdorf. Die Firma befindet sich in schwerem Fahrwasser. Porsche verkauft weniger Autos und die Kosten für den Viertürer 989, der nie in Serie geht, belasten die Bilanz.
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Unter dem Westfalen Wendelin Wiedeking, der im Oktober 1992 zum Vorstandschef berufen wird, entwickelt sich Porsche vom Konkurskandidaten zu einem der ertragreichsten Autokonzerne der Welt. Er krempelt die Fertigung mit Hilfe japanischer Berater um, führt die Erfolgsmodelle Boxster und Cayenne sowie den viertürigen Panamera ein. Nach dem misslungenen Versuch, den Volkswagen-Konzern zu übernehmen, muss er im Juli 2009 den Posten räumen. Porsche wird zum Tochterunternehmen von VW, allerdings sichern sich die Familien Porsche und Piech über eine Holdinggesellschaft eine Mehrheit der stimmberechtigten VW-Stammaktien.
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Michael Macht führt den Porsche-Vorstand von 2009 an ein gutes Jahr lang, dann wechselt er in den Konzernvorstand von VW.
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Unter Machts Nachfolger Matthias Müller steigen die Absatzzahlen rasant. Im Oktober 2015 aber wird er als VW-Chef nach Wolfsburg beordert, um die Scherben des Dieselskandals nach dem Rücktritt von Martin Winterkorn einzusammeln.
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Zehn Jahre an der Porsche-Spitze: In Zuffenhausen hatte Oliver Blume am 1. Oktober 2015 die Regie übernommen. Nach dem Rauswurf von Herbert Diess in Wolfsburg amtierte er ab September 2022 auch dort als Vorstandsvorsitzender. Blume galt als nüchterner Stratege und Teamplayer. Die Rückkehr von Porsche an die Börse, mit der die Firma ein Stück Eigenständigkeit zurück gewinnt, gilt als sein wichtigster Erfolg. Seit Januar 2026 konzentriert er sich ganz auf die Rolle als Chef des Volkswagen-Konzerns, den Chefposten bei Porsche gab er zum Jahreswechsel ab.
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Michael Leiters ist nun seit Januar 2026 neue Vorstandschef bei Porsche. Der promovierte Maschinenbau-Ingenieur aus Essen hat eine Vorgeschichte bei Porsche, diente dort unter anderem als rechte Hand von Wendelin Wiedeking und war für die SUV-Modelle Cayenne und Macan verantwortlich. Danach war er als Technikvorstand bei Ferrari und CEO bei McLaren tätig.
