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Hochwasser nach Dauerregen

dpa/lsw Karlsruhe. Ein paar Tage mit Dauerregen reichen, um eine Flutwelle durch die Flüsse in Baden-Württemberg rollen zu lassen. Mancherorts richten Wasser und Sturm kleinere Schäden an. Trockenes Wetter ist in Sicht.

Eine Straße ist vom Hochwasser überflutet. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild

Eine Straße ist vom Hochwasser überflutet. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild

Tagelange Regenfälle haben für Hochwasser in Baden-Württemberg gesorgt. In einigen kleineren Flüssen wurden die Werte für das zehnjährliche Hochwasser erreicht. Das ist der Wasserstand, der im langfristigen statistischen Mittel nur etwa alle zehn Jahre vorkommt.

Der Rhein bei Karlsruhe stieg am Pegel Maxau am Dienstagmittag auf 7,38 Meter und blieb damit unter dem Wert von 7,50 Metern, bei dem die Schifffahrt eingestellt wird. Der Neckar in Heidelberg hatte am Vormittag seinen höchsten Wert von 4,09 Metern erreicht, anschließend sank der Wasserstand wieder um ein paar Zentimeter. Der niedrig gelegene Abschnitt der Bundesstraße 37 entlang des Flusses wurde überspült und gesperrt. Die Polizei im Südwesten berichtete von umgestürzten Bäumen, Überschwemmungen von Wegen und einer vollgelaufenen Unterführung.

Von Samstagmittag bis Dienstagmittag gab es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Regenfälle von zum Teil deutlich mehr als 100 Litern je Quadratmeter. Am Ruhestein, der Wasserscheide zwischen Acher und Murg im nördlichen Schwarzwald, fielen in der Staulage gut 198 Liter. In Bad Rippoldsau-Schapbach (Kreis Freudenstadt) waren es 177 Liter. Den höchsten Wert gab es im Südschwarzwald auf fast 1300 Metern Höhe an der Krunkelbachhütte südlich des Feldbergs: 265,7 Litern Regen je Quadratmeter. In Burladingen auf der Schwäbischen Alb waren es fast 96 Liter innerhalb von 72 Stunden.

Am Dienstag fielen noch Schauer in Baden-Württemberg, oberhalb von 400 Metern als Schnee. Im Hochschwarzwald sollen nach DWD-Angaben bis Mittwoch noch bis zu 35 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Oberhalb von 400 bis 600 Metern muss mit Straßenglätte gerechnet werden, oberhalb von 1000 Metern kann es wegen des kräftigen Windes zu Schneeverwehungen kommen. In den kommenden Tagen soll es dann trocken bleiben.

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Erstellt:
3. Februar 2020, 08:50 Uhr

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