Demo für bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen

dpa/lsw Mannheim. In Mannheim haben am Samstag rund 300 Auszubildende, Studierende und Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen für bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen demonstriert. Unter dem Motto „Es reicht. Echte Veränderungen statt nur Kosmetik“ wehren sie sich nach Worten der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gegen Ausbeutung und den hohen Kostendruck im Gesundheitssystem, der auf ihrem Rücken ausgetragen werde. „Gerade wir Auszubildende werden oft eingesetzt, um die Löcher in der Personalbesetzung zu stopfen“, sagte Nina Hermann, Mitglied der Jugend- und Auszubildendenvertretung am Universitätsklinikum Heidelberg.

Eine Warnweste mit der Aufschrift „ver.di“. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild

Eine Warnweste mit der Aufschrift „ver.di“. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild

„Es gibt politisch kein Interesse, sich ernsthaft mit den strukturellen Problemen im Gesundheitssystem auseinanderzusetzen“, betonte auch Irene Gölz, Verdi-Landesfachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales. Die Betroffenen hätten es satt, immer wieder auf ihre belastende Situation aufmerksam zu machen, ohne dass sich etwas ändere.

Verdi hatte zu der Aktion aufgerufen. Demonstriert hatten unter anderem angehende Physiotherapeuten, Pflegekräfte sowie Beschäftigte des Rettungsdienstes.

© dpa-infocom, dpa:210911-99-177863/2

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Erstellt:
11. September 2021, 15:11 Uhr

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