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Demonstration für mehr Klimaschutz vor HeidelbergCement

dpa/lsw Heidelberg. Junge Menschen haben vor der Zentrale des Baustoffunternehmens HeidelbergCement für wirksameren Klimaschutz demonstriert. Nach Angaben der Organisatoren kamen am Donnerstag 250, laut Polizei bis zu 150 Teilnehmer zusammen. Sie protestierten anlässlich der Online-Hauptversammlung des Heidelberger Konzerns gegen den aus ihrer Sicht „unfassbar hohen“ CO2-Ausstoß bei der Herstellung von Zement. Eine Sprecherin der Klimaschutzbewegung Fridays for Future sagte, acht Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes entfielen auf die Produktion des wichtigen Bestandteils von Beton.

Protestkundgebung vor dem Hauptsitz des Baustoffkonzerns HeidelbergCement. Foto: Uwe Anspach/dpa

Protestkundgebung vor dem Hauptsitz des Baustoffkonzerns HeidelbergCement. Foto: Uwe Anspach/dpa

Auch die Umweltgruppe Robin Wood und Menschenrechtsorganisationen waren vertreten. Auf Bannern der Demonstranten war zu lesen: „Blumenwiesen statt Betonwüsten“ und „Schon mal was von Klimagerechtigkeit gehört“?

Das Unternehmen mit einem Umsatz von 18,9 (Vorjahr: 18,1) Milliarden Euro und einem Jahresüberschuss von 1,24 (Vorjahr: 1,29) Milliarden Euro im vergangenen Jahr sieht sich selbst als Vorreiter beim Klimaschutz. So sei geplant, die Netto-CO2-Emissionen pro Tonne Zement bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Bis spätestens 2050 will HeidelbergCement seine Vision eines CO2-neutralen Betons verwirklichen. Die Ziele stünden in Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen.

Die Demonstranten wandten sich auch dagegen, dass der in 60 Ländern an 3000 Standorten vertretene Konzern beim Abbau des Ausgangsmaterials Kalkstein kleinbäuerliche Strukturen zerstöre - etwa in Indonesien. Dies wies das Unternehmen mit Verweis auf Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen zurück.

HeidelbergCement mit 57 000 Beschäftigten ist eigenen Angaben zufolge einer der weltweit größten Hersteller von Zuschlagstoffen, Zement und Transportbeton.

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Erstellt:
4. Juni 2020, 14:33 Uhr

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