Singener Wahrzeichen geht in Flammen auf

dpa/lsw Singen am Hohentwiel. Das denkmalgeschützte Veranstaltungsgebäude Scheffelhalle ist in Singen am Hohentwiel vollständig abgebrannt. Die fast 100 Jahre alte Halle gilt als Wahrzeichen der Stadt. Übrig bleibt ein Schaden in Millionenhöhe.

Der Schriftzug „Feuerwehr“ ist auf einem Einsatzfahrzeug angebracht. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der Schriftzug „Feuerwehr“ ist auf einem Einsatzfahrzeug angebracht. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die denkmalgeschützte Scheffelhalle in Singen am Hohentwiel ist durch einen Brand vollständig zerstört worden. Der Schaden an der fast 100 Jahre alten Veranstaltungshalle beträgt mehrere Millionen Euro, wie die Polizei mitteilte. Das Gebäude hatte am frühen Dienstagmorgen Feuer gefangen und habe in kurzer Zeit voll gebrannt, so die Polizei. Verletzt wurde niemand.

Singen verliere mit der Scheffelhalle eines ihrer wichtigsten Wahrzeichen, teilte die Stadt am Morgen mit. Sie diente als Veranstaltungsort für die Fasnacht und die Kultur.

„Ein Stück Singener Geschichte ist in Flammen aufgegangen. Das tut mir persönlich sehr weh“, sagte Singener Oberbürgermeister Bernd Häusler, der sich noch in der Nacht ein Bild der Lage machte. So wie er hätten viele Singenerinnen und Singener ihre ganz persönlichen Erinnerungen an die Halle, so Häusler.

Zahlreiche Notrufe hatten Polizei und Feuerwehr in der Nacht erreicht. Die Rauchsäule und der Feuerschein waren nach Angaben der Beamten von weitem sichtbar.

Doch trotz des Großeinsatzes mit rund 50 Feuerwehrleuten konnte das Abbrennen des städtischen Wahrzeichens nicht verhindert werden. Es gelang der Feuerwehr, ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude abzuwenden. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Das Feuer wurde im Laufe der Nacht gelöscht. Nur noch einzelne Wände der Halle stehen, wie ein Polizeisprecher am Dienstagvormittag sagte. Der Bereich, in dem die Halle stand, sei abgesperrt und einsturzgefährdet. Die Begehung zur Ermittlung der Brandursache müsse demnach noch warten, so der Sprecher. Für die Dauer der Löscharbeiten wurde eine angrenzende Straße am Dienstagmorgen gesperrt.

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Erstellt:
17. November 2020, 05:18 Uhr

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