Deutlich weniger Hochzeiten wegen Corona-Pandemie

dpa/lsw Wiesbaden. Die Corona-Pandemie hat in Baden-Württemberg viele Heiratspläne vorerst platzen lassen. Im Südwesten sind in den ersten sechs Monaten des Jahres 18 467 Ehen geschlossen worden. Das sind 3771 weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte.

Ein frisch vermähltes Brautpaar küsst sich hinter ihrem Blumenstrauß und den beiden Eheringen. Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild

Ein frisch vermähltes Brautpaar küsst sich hinter ihrem Blumenstrauß und den beiden Eheringen. Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild

Bundesweit wurden von Januar bis Juni 139 900 Ehen geschlossen. 29 200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bund und Länder hatten Mitte März strenge Auflagen verhängt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Viele Standesämter schlossen vorübergehend ganz, andere schränkten ihre Dienste ein.

Mit dem 02.02.2020 und dem 20.02.2020 gab es in diesem Jahr gleich zwei attraktive Termine, die auch reichlich genutzt wurden - was dem Bundesamt zufolge ein weiteres Absinken der Zahlen verhinderte. Im Februar 2020 heirateten im Südwesten 2759 Paare, 917 oder knapp 50 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Effekt fiel je nach Bundesland aber unterschiedlich stark aus: In Brandenburg (plus 84 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (plus 82 Prozent) und Thüringen (plus 80 Prozent) sagten im Februar deutlich mehr Paare „Ja“ zueinander. In Hamburg hingegen blieb die Zahl der Eheschließungen gleich.

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Erstellt:
21. September 2020, 15:31 Uhr

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