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Deutsche Industrie schwächelt weiter

dpa Wiesbaden. Die Produktionsflaute in der deutschen Industrie setzt sich fort. Im Juli fiel die Gesamtproduktion im Monatsvergleich um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Feuerbeschichtungsanlage von ThyssenKrupp in Dortmund: Die Produktionsflaute in der deutschen Industrie setzt sich fort. Foto: Bernd Thissen

Feuerbeschichtungsanlage von ThyssenKrupp in Dortmund: Die Produktionsflaute in der deutschen Industrie setzt sich fort. Foto: Bernd Thissen

Es war der zweite Rückgang in Folge. Im Jahresvergleich war es sogar der neunte Rückgang in Folge. Bankvolkswirte erklärten den Dämpfer unter anderem mit der schwachen Weltwirtschaft und den internationalen Handelskonflikten.

Gegenüber dem Vorjahresmonat ging die Herstellung um 4,2 Prozent zurück. Weil die Produktion in dieser Betrachtung bereits seit einem Dreivierteljahr fällt, sprechen zahlreiche Analysten von einer Industrierezession.

„Die Industriekonjunktur bleibt schwach“, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Im Juli gingen sowohl die Warenherstellung in der Industrie als auch die Energieproduktion zurück. Allein das Baugewerbe konnte seinen Ausstoß etwas steigern. Am Donnerstag hatte bereits der Auftragseingang der Industrie mit einer ebenfalls schwachen Entwicklung enttäuscht.

„Die Handelskonflikte und der ungelöste Brexit-Prozess drücken die deutsche Wirtschaft an die Wand“, kommentierte Thomas Gitzel, Chefökonom der Liechtensteiner VP Bank. Auch Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Direktbank ING Deutschland, äußerte sich pessimistisch. Er sprach von einem sehr schwachen Start in das dritte Quartal. „Der industrielle Absturz setzt sich fort.“

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Erstellt:
6. September 2019, 11:47 Uhr

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