Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Die 100000er-Marke im Blick

Am morgigen Sonntag beginnt die dreiwöchige Wertungsphase für die Aktion Stadtradeln im Rems-Murr-Kreis. Radlerteams aus 15 kreisangehörigen Kommunen stemmen sich für die Umwelt und den Klimaschutz in die Pedale und sammeln Kilometer.

Das Team aus Maubach fuhr vergangenes Jahr ganze 12262 Kilometer, musste sich mit diesem Ergebnis aber letztlich den Radfahrern der Firma Tesat in Backnang geschlagen geben. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Das Team aus Maubach fuhr vergangenes Jahr ganze 12262 Kilometer, musste sich mit diesem Ergebnis aber letztlich den Radfahrern der Firma Tesat in Backnang geschlagen geben. Foto: A. Becher

Von Bernhard Romanowski

BACKNANG. „Die 100000-Kilometer-Marke zu knacken – das ist dieses Jahr unser Ziel“, sagt Volker Knödler im Brustton der Überzeugung, dass die Backnanger Teams wieder ihr Bestes und noch ein bisschen mehr als letztes Jahr geben werden.

Als Fahrradbeauftragter der Stadt Backnang nimmt er freilich auch selbst am Stadtradeln teil. Da werden sich seine Fahrten mit dem Pedelec von seinem Wohnort in Welzheim zur Arbeit in Backnang als gutes Training erweisen. 15 Teams aus der Murr-Metropole sind bereits angemeldet für die kreisweite Aktion, die am morgigen Sonntag beginnt. Ebenso viele Kommunen sind diesmal im Rems-Murr-Kreis beteiligt.

Die Tesat Spaceradler konnten 2019 die meisten Kilometer unter den Backnanger Teams vorweisen.

Drei Wochen umfasst der Aktionszeitraum für das kreisweite „Stadtradeln“ im Rems-Murr-Kreis, an dem die Kommunen Allmersbach im Tal, Aspach, Backnang, Berglen, Kernen im Remstal, Rudersberg, Schwaikheim, Schorndorf, Urbach, Waiblingen, Weinstadt und Winnenden sowie Korb, Remshalden und Weissach im Tal teilnehmen. Knapp zweimal um die Erde sind die Backnanger Teilnehmer am Stadtradeln im vergangenen Jahr gefahren, genau gesagt legten sie 80909 Kilometer fleißig strampelnd zurück. 21 Tage lang waren sie auf dem Fahrrad unterwegs – alles im Sinne von Klima und Umwelt und nicht zuletzt auch der Gesundheit. Ganze elf Tonnen Kohlendioxid haben die Teilnehmer vermieden. „Es stehen jetzt noch einige Anmeldungen aus“, lässt Knödler auf Nachfrage wissen. Man habe auch mehr Werbung gemacht in diesem Jahr. Er will auch während des Aktionszeitraums noch weitere Leute animieren, mitzumachen. Demnach dürften auch noch ein, zwei Teams von Backnanger Firmen dazukommen.

Auch das Siegerteam von 2019, die Tesat Spaceradler, ist wieder mit von der Partie. Im letzten Jahr führte das Team Stadtteil Maubach lange die Backnanger Tabelle an. Zur Halbzeit hatten die 33 aktiven Radler bereits 4148 Kilometer auf dem Punktekonto. Doch nur einen Tag vor Schlusspfiff der Aktion trat das Team der Tesat Spaceradler mit seinen 47 Mitgliedern auf den Plan und landete mit 16264 Kilometern auf Rang eins aller Backnanger Teams.

Erstmals geht auch ein Team Sachsenweiler an den Start, so Knödler weiter. Aus der Backnanger Kommunalpolitik sind jeweils die Grünen und die SPD mit einer Mannschaft vertreten. Nicht fehlen dürfen selbstverständlich die Teilnehmer des ADFC Backnang und der Backnanger Bucht.

Zum ersten Mal bei der kreisweiten Aktion dabei ist die Gemeinde Allmersbach im Tal. Dort gehen nach derzeitigem Stand eine offene Gruppe, ein aus Rathausmitarbeitern bestehendes Team mit Bürgermeister Ralf Wörner an der Spitze und zwei Teams des Allmersbacher Unternehmens Harro Höfliger an den Start. „Wir sind aber auch noch dabei, weitere Teilnehmer zu werben“, verkündet Jens Strobel als stellvertretender Hauptamtsleiter der Gemeindeverwaltung. 93 Teilnehmer in 13 Teams sind es Stand Freitag in Aspach, die sich für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität in die Pedale stemmen – die Feuerwehrleute ebenso wie die Saft-Radler von der Firma Streker oder auch die Waltons und das Aspacher Rathausteam mit Teamcaptain Silke Latzel. In der Gemeinde Weissach im Tal sind bislang vier Teams gemeldet, die beim Stadtradeln an den Start gehen.

Apropos Start: Eine offizielle Auftaktveranstaltung für das Stadtradeln im Rems-Murr-Kreis wie vergangenes Jahr in Waiblingen wird es in diesem Jahr leider nicht geben. Ursprünglich war geplant, diese im Rahmen der Radtage in Winnenden durchzuführen. Doch auch hier zeitigt die Coronapandemie ihre Folgen. „Jeder, der im Rems-Murr-Kreis wohnt, arbeitet, einem Verein angehört oder zur Schule geht, kann sich bis zum Ende des Aktionszeitraums über www.stadtradeln.de/rems-murr-kreis anmelden. Einfach in der eigenen Kommune oder im Kreis ein eigenes Team gründen oder einem bestehenden Team beitreten“, heißt es aus dem Landratsamt in Waiblingen.

Auf dieser Homepage werden auch die täglich aktualisierten Zwischenstände und Ergebnisse zu den Kilometerleistungen der einzelnen Teams zu finden sein. Detaillierte Infos zu den Spielregeln und der Anmeldung findet man auch im Klimaschutzportal auf der Homepage des Landratsamts. Für Rückfragen steht Christine Ganz unter klimaschutz@rems-murr-kreis.de zur Verfügung.

Die Aktion Stadtradeln

Von Sonntag, 21. Juni, bis Samstag, 11. Juli, läuft der dreiwöchige Wertungszeitraum für die Aktion „Stadtradeln“ im Rems-Murr-Kreis.

Stadtradeln ist eine bundesweite Kampagne des Klima-Bündnisses und ist als Wettbewerb konzipiert, um Klimaschutz und nachhaltige Mobilität mit Spaß und Begeisterung voranzubringen. Innerhalb des Aktionszeitraums von 21 Tagen sammeln die Teilnehmer möglichst viele Fahrradkilometer – beruflich wie privat.

Nach der Anmeldung können die Radler alle geradelten Kilometer selbst in die Online-Plattform eintragen. Dort werden auch die Teamergebnisse veröffentlicht. Dadurch werden bundesweite Vergleiche zwischen den Landkreisen und Kommunen sowie Teamvergleiche innerhalb des Landkreises und den Kommunen möglich.

Dieses Jahr sind zudem Unterteams möglich, sodass beispielsweise innerhalb einer Firma Abteilungen miteinander um die meisten Kilometer wetteifern können.

Das Klima-Bündnis zeichnet das fahrradaktivste Kommunalparlament, die fahrradaktivste Kommune sowie die beste Newcomer-Kommune aus. Auch der Rems-Murr-Kreis verlost tolle Preise unter allen aktiven Radlern. Das Land Baden-Württemberg stiftet zudem noch Preise für die besten Firmenteams.

Zum Artikel

Erstellt:
20. Juni 2020, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Stadt & Kreis

„Wir haben zu wenig Frauen“

Friedrich Merz spricht in Murrhardt über die CDU, Corona und Zukunftsfragen. Dabei stellt er auch fest, dass der politische Gegner diszipliniert und profund arbeitet.

Stadt & Kreis

Wenig Masse, aber ganz viel Klasse

Die Aspacher Weingärtner sind mittlerweile mitten in ihrer Weinlese. Die Menge der Weinernte fällt dieses Jahr spärlich aus.Der Frost im Frühjahr ließ für die meisten Weingärtner nur einen Bruchteil ihrer sonst gewohnten Traubenmenge übrig.

Weil die meisten Schüler der Klasse 9b an der Gemeinschaftsschule in der Taus zurzeit in Quarantäne sind, unterrichtet Lehrerin Kristina Schumacher sie per Video. Ihr Kollege Julian Dupont kümmert sich um die Technik.Foto: J. Fiedler
Top

Stadt & Kreis

Viele Schüler lernen wieder zu Hause

Vor zweieinhalb Wochen sind fast alle Kinder an die Schulen zurückgekehrt. Für manche war der Präsenzunterricht wegen Coronafällen aber schon nach wenigen Tagen wieder vorbei. Aus Sicht der Behörden ist der Neustart trotzdem gelungen.