Allgäu und Alpen
Diese 10 Skigebiete haben noch geöffnet
Jede Menge Neuschnee lockt die Wintersportler zu Ostern noch einmal in die Berge, allerdings bei erhöhter Lawinengefahr. Je nach Ort ist die Schneelage ganz unterschiedlich.
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Gondel am Ifen im Kleinwalsertal.
Von Michael Maier
Der April ist da, doch die Skisaison in den Alpen und im Allgäu ist noch nicht vorbei. Zehn Skigebiete sind noch geöffnet – die Mehrzahl hat den Betrieb allerdings schon eingestellt.
Wer die letzten Schwünge der Saison 2025/26 genießen möchte, findet vor allem in den höher gelegenen Gebieten noch hervorragende Bedingungen. Wir geben einen Überblick über die aktuellen Schneehöhen, die geöffneten Lifte und die besten Optionen für den Saisonausklang.
Viel Schnee ab 1500 Meter Höhe
Die Schneelage zeigt ein klares Bild: Oberhalb von rund 1.500 Metern liegt vielerorts noch eine solide Schneedecke, während die Tallagen weitgehend ausgeapert sind. Die höchste Schneedecke wird an der Zugspitze mit bis zu 330 cm am Berg gemessen. Im Kleinwalsertal und am Nebelhorn liegen die Werte am Berg bei über 250 cm.
Frischen Neuschnee gab es zuletzt insbesondere im Skiparadies Grasgehren (40 cm in 24 Stunden), in Oberjoch (30 cm), am Spitzingsee (25 cm) sowie am Söllereck (20 cm). An der Zugspitze fielen 15 cm Neuschnee.
Zugspitze – Deutschlands höchstes Skigebiet
Die Zugspitze ist zum Saisonende einmal mehr das Gebiet mit den besten Schneeverhältnissen in Deutschland. Mit 330 cm am Berg und 280 cm im Tal herrschen auf knapp 2.700 Metern Höhe winterliche Verhältnisse, von denen andere Gebiete nur träumen können. 8 von 9 Liften sind in Betrieb, 12,3 von 20 Pistenkilometern geöffnet – das entspricht 61 Prozent der Gesamtkapazität. 15 cm Neuschnee sorgen für frische Bedingungen.
Kleinwalsertal – Oberstdorf: Das größte offene Pistenangebot
Das grenzüberschreitende Skigebiet Kleinwalsertal – Oberstdorf bietet mit 83 von 130 geöffneten Pistenkilometern das mit Abstand größte Pistenangebot aller noch offenen Gebiete in der Region. 35 von 49 Liften sind in Betrieb. Am Berg werden 321 cm Schneehöhe gemessen, im Tal sind es 20 cm. Wer zum Saisonende noch einen abwechslungsreichen Skitag mit vielen verschiedenen Abfahrten sucht, ist hier richtig.
Fellhorn / Kanzelwand mit solider Schneedecke
Speziell das zu Oberstdorf-Kleinwalsertal gehörende Fellhorn/Kanzelwand-Gebiet läuft noch auf Hochtouren: 12 von 13 Liften und 32 von 38 Pistenkilometern sind geöffnet. Mit 146 cm am Berg und 96 cm im Tal liegt eine durchgehend solide Schneedecke.
Nebelhorn – Oberstdorf mit Einschränkungen
Am Nebelhorn liegen 255 cm Schnee am Berg und 10 cm im Tal. 10 cm Neuschnee sind in den letzten 24 Stunden hinzugekommen. Der Betrieb ist allerdings eingeschränkt: Nur 2 von 17 Pistenkilometern und 3 von 7 Liften sind geöffnet. Das Nebelhorn eignet sich damit eher für Skifahrer, die die Aussicht und ein paar gezielte Abfahrten auf den oberen Abschnitten genießen möchten.
Steinplatte/Winklmoosalm
Das Skigebiet Steinplatte/Winklmoosalm meldet 140 cm am Berg und 10 cm im Tal bei 10 cm Neuschnee. 20 von 23 Pisten und 10 von 14 Liften sind geöffnet – ein hervorragender Wert für Anfang April. Das deutsch-österreichische Grenzgebiet bietet damit ein breites und gut nutzbares Pistenangebot.
Viel Neuschnee im Skiparadies Grasgehren/Riedberger Horn
Das Skiparadies Grasgehren hat mit 40 cm den meisten Neuschnee aller Gebiete erhalten – ein echter Frühjahrsbonus. Am Berg liegen 130 cm, im Tal 40 cm. 10,5 von 13,6 Pistenkilometern und 5 von 7 Liften sind geöffnet. Grasgehren ist damit ein Tipp für alle, die zum Saisonende noch einmal frischen Schnee unter den Skiern haben möchten.
Söllereck bis zum Schluss familienfreundlich
Das Söllereck bei Oberstdorf meldet 125 cm am Berg und 70 cm im Tal. 20 cm Neuschnee in den letzten 24 Stunden haben die Bedingungen aufgefrischt. 7 von 13,9 Pistenkilometern und 6 von 8 Liften sind geöffnet. Als Familienskigebiet bietet das Söllereck auch zum Saisonende ein attraktives Angebot.
Oberjoch mit frischem Schnee
Oberjoch überrascht mit 30 cm Neuschnee und Schneehöhen von 120 cm am Berg bzw. 60 cm im Tal. 6 von 15 Pisten und 4 von 9 Liften sind geöffnet. Der frische Schneefall hat die Bedingungen deutlich verbessert.
Spitzingsee – Tegernsee
Das Gebiet Spitzingsee – Tegernsee kommt auf 100 cm am Berg und 75 cm im Tal, dazu 25 cm Neuschnee. Allerdings sind nur 2 von 9 Pisten und 3 von 11 Liften geöffnet. Das eingeschränkte Angebot richtet sich vor allem an Tagesgäste aus dem Münchner Raum, die die letzten Schwünge der Saison mitnehmen möchten.
Alpspitzbahn Nesselwang
Die Alpspitzbahn in Nesselwang hält mit 50 cm am Berg und 20 cm im Tal als eines der niedriger gelegenen Gebiete die Stellung. 10 cm Neuschnee stützen den Betrieb. 2 von 9,9 Pistenkilometern und 3 von 8 Liften sind geöffnet. Die Schneelage ist hier am dünnsten, sodass sich ein kurzfristiger Besuch empfiehlt, bevor die Sonne die letzten Reserven aufzehrt.
Teilweise schon Ausflugsbetrieb
Einige geschlossene Skigebiete melden noch nennenswerte Schneehöhen am Berg, haben den Liftbetrieb aber bereits eingestellt oder auf Ausflugsbetrieb umgestellt. So meldet die Imbergbahn/Skiarena Steibis 40 cm am Berg (1 von 14 Liften in Betrieb). In diesen Gebieten ist Skifahren nicht mehr möglich, die Bahnen dienen dem Ausflugsbetrieb.
Ofterschwang und Bolsterlang geschlossen
Skigebiete wie Garmisch-Classic, Sudelfeld, Brauneck – Lenggries, Balderschwang-Dorf, Berchtesgaden, Ofterschwang oder Bolsterlang/Hörnerguppe wurden am Mittwoch als geschlossen ausgewiesen – obwohl eigentlich genug Schnee liegt.
Wer die Saison noch einmal auskosten möchte, sollte trotzdem nicht zu lange warten: Mit steigenden Temperaturen im April wird sich das Angebot rasch reduzieren. Ein Blick auf die aktuellen Schneehöhen vor der Anreise bleibt Pflicht.
