Iran-Krieg

Diese Reisewarnungen sind jetzt aufgehoben

Das Auswärtige Amt hat seine Warnungen für den Persischen Golf zurückgestuft. Die Situation bleibt jedoch angespannt – worauf es nun ankommt.

Burj Khalifa in Dubai.

© Fatima Shbair/AP/dpa

Burj Khalifa in Dubai.

Von Michael Maier

Das Auswärtige Amt hat zum 1. Mai 2026 die Reisewarnungen für mehrere arabische Länder nach einer Neubewertung der Sicherheitslage im Nahen Osten aufgehoben, während es gleichzeitig neue Schlagzeilen über ein gefährliches Virus gibt. Von der Risiko-Rückstufung betroffen sind Bahrain, Jordanien, Katar, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Reisewarnungen für diese Länder waren Ende Februar 2026 nach dem Ausbruch militärischer Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran verhängt worden.

Keine Reisewarnung mehr – aber AA rät dringend ab

Die Änderung bedeutet, dass das Auswärtige Amt nun nicht mehr „warnt“, sondern nur noch „dringend abrät“. Bildlich gesprochen ist die Ampel von Rot auf Gelb gesprungen. Zur Begründung verweist das Amt darauf, dass die Sicherheitslage in der Region weiterhin höchst volatil bleibt. Eine erneute Verschärfung der Lage einschließlich erheblicher Einschränkungen des Flugverkehrs könne nicht ausgeschlossen werden.

Transitflüge nach Thailand und Australien

Mit der Aufhebung der Reisewarnung liegt die Entscheidung über Pauschalreisen in die betroffenen Regionen wieder stärker bei den Veranstaltern, wie der Deutsche Reiseverband mitteilte. Diese prüfen nun, welche Reisen und Flüge sie anbieten und durchführen können.

Besonders relevant ist die Änderung für Flugreisen mit Umstieg im Nahen Osten. Pauschalreiseveranstalter müssen Flüge in Richtung Thailand oder Australien, die einen Umstieg an den Golf-Hubs haben, nun nicht mehr zwingend stornieren. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach eigenen Angaben ihren Luftraum wieder vollständig freigegeben, und der normale Flugbetrieb wird wieder aufgenommen. Auch die Ende Mai für Muslime anstehende Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) könnte möglich sein.

Für Reisende bedeutet das Ende der formellen Reisewarnung allerdings auch, dass das kostenfreie Rücktrittsrecht für Reisen in die Region entfällt. Zudem erhalten Reiseversicherungen in den betroffenen Regionen nun wieder ihre Gültigkeit.

Vorerst keine Kreuzfahrten in Nahost

Für die Kreuzfahrtbranche hat die vorübergehende Beruhigung am Golf nur begrenzte Auswirkungen. Lediglich die Flugproblematik dürfte sich entspannen, da die drei Golf-Airlines ihr Flugangebot zwischen Europa und Asien mit Zwischenstopp in Abu Dhabi, Doha oder Dubai wieder ausbauen. Dies hilft europäischen Reedereien bei An- und Abreisen für Crewmitglieder.

Für den nächsten Winter 2026/27 haben bis auf Aroya Cruises und Celestyal Cruises alle Reedereien ihre Orient-Kreuzfahrten abgesagt. Eine normale Kreuzfahrtsaison im Orient wird frühestens wieder im Winter 2027/28 erwartet, abhängig von den geopolitischen Entwicklungen in der Region.

Länger mit aufgehobenen Reisewarnungen

  • Bahrain
  • Jordanien
  • Katar
  • Oman
  • Saudi-Arabien
  • Vereinigte Arabische Emirate

Straße von Hormus weiter gesperrt

Obwohl derzeit eine Waffenruhe im Irankrieg gilt, haben bisherige Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien noch nicht zum Erfolg geführt. Für die gesamte Schifffahrt bleibt die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hochproblematisch.

Ende Februar hatten militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und Iran begonnen. Danach kam es zu Angriffen Irans auf verschiedene Ziele in der Region, darunter zivile Einrichtungen wie Hotels, Flughäfen sowie Büro- und Wohngebäude. Das Risiko einer kurzfristigen Verschärfung besteht trotz der aktuellen Entspannung weiterhin.

Zum Artikel

Erstellt:
4. Mai 2026, 08:40 Uhr
Aktualisiert:
4. Mai 2026, 09:59 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen