Digitalisierung als Aufgabe für die Zukunft

In ihren Haushaltsreden haben die Althütter Fraktionen Themen wie den Lebensmittelmarkt und ein Pflegeheim im Fokus.

Digitalisierung als Aufgabe für die Zukunft

© © Edgar Layher

Von Annette Hohnerlein

ALTHÜTTE. In diesem Jahr wurden erstmals die Stellungnahmen der drei Fraktionen nicht im Gemeinderat vorgelesen. Damit teilten sie das Schicksal der bürgermeisterlichen Haushaltsrede, die bei der Einbringung des Zahlenwerks von Kämmerer Rainer Hillmann im Januar den Räten ebenfalls nur in schriftlicher Form vorgelegt wurde. Dies geschah aus Gründen des Infektionsschutzes, die Sitzung sollte möglichst kurz gehalten werden. „Zum ersten und hoffentlich auch zum letzten Mal“, wie Bürgermeister Reinhold Sczuka anmerkte.

Gemeinsamer Tenor der drei Stellungnahmen ist die Feststellung, dass man sich angesichts knapper Mittel auch in den kommenden Jahren auf die nötigsten Ausgaben beschränken muss und um die Aufnahme neuer Schulden und die Anhebung der kommunalen Gebühren nicht herumkommt.

Dabei lässt die Freie Wählervereinigung als größte Fraktion besondere Disziplin walten, was den Umfang ihres Textes angeht: Er ist mit Abstand am kürzesten. „In dieser wirtschaftlich unsicheren Zeit wollen wir keine zusätzlichen Anträge einbringen und hoffen, dass wir die geplanten Aufgaben alle hinbekommen“, so die Begründung. Näher eingegangen wird auf den in Planung befindlichen neuen Lebensmittelmarkt und das langersehnte Pflegeheim („anscheinend auf der Zielgeraden“). Angeprangert wird dagegen, der Breitbandausbau sei „jahrzehntelang verschlafen“ worden, was jetzt ein Hemmschuh für die Wirtschaft sei. Die Freie Wählervereinigung geht auch auf die neu geschaffene Stelle eines technischen Leiters im Rathaus ein; ein Schritt, mit dem der Bauhof leistungsfähiger gemacht und die kommunalen Liegenschaften besser betreut werden sollen, heißt es im Text.

Die diesjährigen Investitionen für den Bauhof in Höhe von 250000 Euro findet das Forum Althütte 2000 deutlich zu hoch und plädiert in seiner Haushaltsrede erneut für eine interkommunale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet. Die Digitalisierung müsse stärker vorangetrieben werden, im Hinblick auf Homeschooling und Homeoffice, aber auch beim Thema Breitbandausbau. Ebenfalls auf der Wunschliste des Forums Althütte 2000 steht die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, ebenso wie verschiedene Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Eine Forderung dabei: „Die Buslinie nach Winnenden muss beibehalten werden.“ Für die Zukunft des EC-Freizeitheims in Sechselberg schwebt den FA-2000-Räten eine Lösung vor, bei der das Haus „ein Ort der Toleranz sein wird und nicht ein Ort für in sich geschlossene und vorurteilsbehaftete Religionsgruppierungen“.

Gemeinderat segnet Haushaltsplan und Haushaltssatzung 2021 einstimmig ab.

Wie die anderen Fraktionen greift auch die Bürgerliste in ihrer Haushaltsrede die Projekte Seniorenheim und Lebensmittelmarkt auf. Zudem macht sie sich für eine Personalvertretung im Rathaus Althütte stark, ebenso wie für eine interkommunale Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Weissacher Tal im Bereich der Jugend- und Schulsozialarbeit. Sie stellt die Frage, ob man sich in Sechselberg weiterhin zwei unwirtschaftliche Hallen leisten kann. Eine Option sei hierbei, die Halle beim Friedhof in ein neues, universell nutzbares Bürgerhaus umzugestalten. Außerdem hat die Bürgerliste verschiedene Forderungen in Sachen Naturschutz wie ein kommunales Nahwärmekonzept, Solaranlagen auf gemeindeeigenen Immobilien oder die Anlage von Blühflächen auf ihrer Agenda.

Der Haushaltsplan und die Haushaltssatzung 2021 wurden von den Gemeinderäten einstimmig verabschiedet.

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Erstellt:
22. Februar 2021, 06:00 Uhr

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